Ende Januar startete das neue Stück vom Schauspielerinnen-Duo “hashtagmonike“. Unsere Eule Eva war da, um ihrer Familie zu erzählen, dass sie sich natürlich mit Kultur auseinandersetzt, aber auch um euch hier zu erzählen wie das neue Stück so ist und ob es sich lohnt dahin zu gehen.

(c) Joachim Dette

Frauen, die keine Lust auf Kirche, Küche, Kinder haben, sind noch lange keine Zauberwesen. Aber die Vorstellung von widerspenstigen weiblichen Kreaturen, die in ferner Vergangenheit bei Vollmond auf Berggipfeln tanzten, Kinder verspeisten und auf Scheiterhaufen brannten, birgt bis heute Stoff für Gruselgeschichten aller Art: Hexenfiguren durchziehen Märchenerzählungen, Fernsehserien, Theaterstücke und Freizeitparks.
Aber wovon reden wir eigentlich, wenn wir von Hexen reden? In der beginnenden Neuzeit steht »Hexe« vor allem dafür, dass man seine Nachbarin in die Folterkammer und auf den Scheiterhaufen bringen konnte, weil sie einen nicht heiraten wollte. Die Behauptung von Frauen mit magischen Kräften hieß zum einen, dass man einen Sündenbock für alles hatte, was man sich nicht erklären konnte oder wollte. Und zum anderen, dass Gewaltphantasien einen Körper gefunden hatten, an dem sie durchexerziert werden konnten. Margaret Atwood hat einmal gesagt: »Männer haben Angst, dass Frauen sie auslachen. Frauen haben Angst, dass Männer sie umbringen.« Und die immer neuen Versuche von Männern, ihre Macht zu sichern, könnten tatsächlich lächerlich sein – wenn sie für Frauen nicht so tödlich wären.
In »Witch Bitch« entdecken hashtagmonike ihre Lust an Beschwörungstänzen, satanischen Ritualen und dem Übersinnlichen. Und stolpern dabei immer wieder über Klischees von Weiblichkeit, die mal 1000 Jahre, mal wenige Wochen alt sind. Denn es gibt keine Witches, Bitches. Oder doch?

Text und Bild: theaterhaus-jena.de

Autor

  • Mein erstes Konzert: Fall Out Boy im April 2018

    Teil der Campusradio-Familie seit: Januar 2019

    Das Beste am Campusradio Eulennest: Die Sofas

    Wo siehst du dich in 5 Jahren: Plan A: Volontariat beim NDR. Plan B: Schauspielschule

    Beste Serien-/Filmfigur: Der Doctor und Amy Pond

    Believe it or not: Lena Gercke war mein Kindermädchen

    Lieblingsbar: Der "Briefkasten" in meiner Heimat Cloppenburg

    Mein "Happy Place": Ostseestrand

    Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal einen trinken gehen und warum?: Ich veranstalte eine Party mit Fall Out Boy, Panic! At The Disco, Twenty One Pilots, Jenna Joseph, Karen Gillan, dem Marvel Cast und den Leoniden und trink mit allen was, weil das coole dudes sind (Partner und ehemalige Mitglieder mit einbezogen)