Querbeat sind auf dem letzen HIGHFIELD aufgetreten und wir hatten ein sehr witziges Interview mit ihnen. Was es mit einer Harpune, einer Harfe und der Verherrlichung aufsich hat, erfahrt ihr hier.

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CRJ: Wir waren bei eurem Auftritt dabei, wir fanden es richtig cool. Wie war der Auftritt für euch?

Querbeat: Überragend, überragend. Also Highfield, leider das letzte Mal erstmal, aber hat eine ganz spezielle Stimmung. Super staubig! Und wir haben es sehr appreciated, dass die Leute nicht ihre schöne Ärsche in den See halten, sondern stattdessen mitten vor der Mainstage gegeneinander springen. Und es war richtig, richtig geil.

CRJ: Ihr wart ja auch schon auf anderen Festivals. Gibt es einen Festivalauftritt, der euch besonders in Erinnerung geblieben ist? Und wenn ja, warum?

Querbeat: Rio Babel. Rio Babel, ja, das ist ein guter Vergleich gerade. War es auch so heiß, allerdings um 1 Uhr nachts. Es war in Spanien, Madrid, und da haben wir um 1 Uhr nachts gespielt. Und da war es immer noch so heiß wie jetzt hier gerade mittags auf dem Highfield. Und ja, mal gucken, ob es sich so entwickelt, dass in Deutschland die Festivals auch ein bisschen später die Slots sind. Das ist natürlich eigentlich scheiße, aber generell fühlt es sich auch immer geil an, dann immer so alles später zu machen.

CRJ: Habt ihr vor eurem Auftritt bestimmte Rituale, die ihr durchführt, um eine erfolgreiche Show zu haben?

Querbeat: Wir haben eine sogenannte Rumrunde vor jeder Show eigentlich, wo wir uns auch nochmal anhypen und uns gegenseitig verherrlichen. Zum Schluss bringen wir alle Pogo-Mates ineinander, haben uns lieb, dann gibt es viele NBA-Klatsch-Rituale. Jojo und ich schreien uns gerne an und küssen uns aber danach. Also jeder hat mit jedem wirklich so einen Handshake oder eine Umarmung kurz vorher. Das dauert auch für immer. Ich meine, wir sind ja elf Leute in der Band, und bis jeder mit jedem da sein Ritual abgeklopft hat, das dauert schon. Unser Tourmanager ist sehr streng. Er sagt, ey, ihr habt doch noch eure Klatsch-Rituale, bitte findet euch 10 Minuten vor der Show pünktlich ein, damit ihr eure Rumrunde machen könnt mit anschließendem positiven Begrabschen. Also es ist sehr, sehr witzig bei uns. Und verherrlichen hast du schon gesagt. Also auch durch jeden Auftritt wird Jesus verherrlicht. Wir fanden es total witzig, als wir Fußball-WM geguckt haben. Und ey, jeder soll glauben, was er will. Wir haben jetzt mit Kirche nicht so viel am Hut, aber es gab den deutschen Nationalspieler Felix Metscher, ich weiß nicht, ob es ein paar mitbekommen haben, auch ein bisschen in Diskussionen, weil er sich auch LGBTQ+ unfriendly geäußert hat. Deswegen haben wir ihn so ein bisschen auf dem Kicker. Und er hat nach dem Interview gesagt, auch durch dieses Fußballspiel wurde Jesus verherrlicht. Und am Tag danach hatten wir ein Festival, und dann haben wir uns alle angeguckt und meinten so, auch durch dieses Festival und unsere Performance an Trompeten und Posaunen wird Jesus verherrlicht. Und seitdem, glaube ich, sind wir die einzigen Menschen auf dieser Welt, seit genau vier Wochen, die alles verherrlichen. Aber steigt bitte ein in den Reigen.

CRJ: Ihr seid viele Leute, ihr habt viele Instrumente dabei. Gibt es ein Instrument, was ihr gerne mal noch mit auf der Bühne dabei hättet, was ihr noch nie dabei hattet?

Querbeat: Vielleicht noch eine Harfe?

Eine Harpune.

Ich wusste, dass du Harpune sagst, wenn ich Harfe sage. Weil du dieses Har… Das ist witzig. Kann man aus einer Harpune ein Instrument machen?

CRJ: Bestimmt.

Querbeat: Das sind die Harpuna Matata.

Ja, Harpuna Matata. Ja, genau, da sind wir wieder beim Verherrlichen.

CRJ: Okay, ja spannend. Vielleicht sehen wir euch also mal mit einer Harpune oder einer Harfe auf der Bühne. Irgendwann mal.

Wir haben gerade schon darüber gesprochen. Ihr seid unfassbar viele Leute, elf Leute. Habt ihr schon mal Schwierigkeiten damit, dass ihr so viele seid? Zum Beispiel überhaupt einen gemeinsamen Termin zu finden, wo alle Zeit haben?

Querbeat: Die hatten wir früher, glaube ich, mehr. Mittlerweile ist es alternativlos, weil wir natürlich auch, sag ich mal, das auch so unser Job ist. Was immer lustig ist, dass es natürlich manchmal ein wuseliger Haufen ist und wir uns auch schon mal gegenseitig vergessen haben. Ich erinnere mich daran, dass der Bus mal losgefahren ist, während ich auf der Toilette pinkeln war, auf einer Raststätte. Und dann wird immer noch mal durchgezählt, wie in so einer Schulklasse. Eins, zwei, drei, alle da, nach jeder Pause. Also das passiert auch. Das ist eine Herausforderung. Ansonsten hat es auch Vorteile. Man kann sich ein bisschen aus dem Weg gehen. Wenn wir drei jetzt zum Beispiel nur in der Band wären, Pieti würden wir uns streiten, Carlos?

Wäre auch gut.

Okay, stopp. Wäre auch gut.

Ich fände das ganz gut.

CRJ: Und dann ist uns natürlich aufgefallen, ihr habt die ein oder andere Single jetzt auch gerade frisch veröffentlicht. Kommt da vielleicht bald ein neues Album?

Querbeat: Oh, vielleicht. Könnten das Vorboten sein. Ja, wir haben natürlich CALIFORNIA DREAMING, Vorletzte Nummer. Und jetzt ganz frisch mit Sophie. Mit ihr zusammen auch so eine schöne Umverteilungsnummer. OBEN OHNE ALLES geschrieben. Und ja, kann schon sein, dass es zwei Zeitzeugen sind, dass wir gerade im Studio sehr aktiv sind.

CRJ: Vielen Dank für eure Zeit. Wir hatten einen ganz, ganz schönen Auftritt von euch und ein schönes Interview und wünschen euch jetzt alles Gute!

Wir haben mit Querbeat auch eine Schnellfragerunde gespielt. Ob sie sich gut kurzfassen können, hört ihr hier:

Bild: Jan Holo

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