Konzertrezension: The Baboon Show im Kassa

Am 31. Januar sind The Baboon Show gemeinsam mit Not Scientists im Kassa aufgetreten. Jonas hat uns berichtet, wie die Stimmung auf dem Konzert war…

Zunächst zu der Vorband: “Not Scientists” Das sind Jan und Ed ( Gitarren/Gesang), Le Bazile (Schlagzeug) und Thibault (Bass). Manchen sind sie bestimmt bekannt, da die vier Franzosen in den letzten Jahren ziemlich exzessiv durch Europa und Nord Amerika tourten, wobei sie eine viel Zahl von internationalen Bands, als Vorband unterstützen. Ihr neustes Album “Golden Staples” wurde unter der Plattenfirma Rookie Records und Kidnapp Records am 13ten April 2018 veröffentlicht. Lieder wie “Paper Crown” und “Perfect World” sind glänzende Post-Punk Stücke, welche im Kontrast mit dem melodischen Power Punk des Titel gebenden Songs und “Just About Ready to Beg” stehen. Ich habe das Gefühl, dass sich die Band gerade in einer experimentierfreudigen Übergangsphase zu ihrer finalen Form befindet.

Das Publikum wurde schon von ” Not Scientists” mit den Worten “They gonna melt your faces of” auf den kommenden Auftritt vorbereitet. Nach einer Pause wurde dann die Band des Abends, mit einer Ansage über Lautsprecher “Please, welcome the Baboon Show” präsentiert. Niclas Svensson, der Schlagzeuger der Band, wie immer bekleidet mit einer Soviet-Mütze, betrat als erstes die Bühne. Begeisterung war schon zu spüren, er feierte sich ein bisschen selbst und das Publikum machte mit. Nach und nach traten Håkan Sörle (Gitarre), Frida Ståhl (Bass) und zu guter Letzt Cecilia Boström (Gesang) ins das Licht der Scheinwerfer. Wenige Augenblicke später begannen sie das Konzert mit dem Song ” After Glow” von ihrem Album “Radio Rebelde” aus dem letzten Jahr. Ab dem ersten Moment begann das Spiel von der Bühne mit dem Publikum. Die Einen heizten die Anderen an, dann andersherum. Es wurde rhythmisch geklatscht und Zeile um Zeile mitgesungen, Menschen wurden auf Händen getragen, es wurde getanzt und gepogt. Die Band agierte agil und spritzig auf der Bühne, nur die Front Frau Cecilia Boström musste sich zurückhalten und gönnte sich ab und an eine Pause. Dies lang aber wahrscheinlich daran, dass die Schwangere, das Mikrofon wie einen Morgenstern schwingend, mit ihrer markanten Stimme und wildem Treiben das Publikum schon zu Beginn in Exstase brachte. Egal ob ältere Songs wie “Faster Faster Harder Harder” oder die aktuellsten Stücke von “Radio Rebelde”, jeder Song klingt sofort wie ein Klassiker. Dass die Texte auch noch clever und durchaus politisch und kritisch daherkommen, geht bei der Bühnenshow ein wenig unter.

Die Stimmung würde ich als ausgelassen und fröhlich beschreiben. Das Kassa bietet einer Band wie “The Baboon Show” die perfekte Location, weder zu groß noch zu klein. Die beiden Bands haben gut zueinander gepasst, auch wenn sie etwas unterschiedlich klingen. Vor der Bühne wurde sehr heftig gepogt, ich habe auch ein paar kräftige Hiebe einstecken müssen. Die Leute denen es dort zu wild war, konnten auf die Empore ausweichen oder fanden weiter hinten einen Platz. Insgesamt war es ein gelungener Abend.

Bildquelle: https://de-de.facebook.com/thebaboonshow/

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