Im Gespräch: Mona Vojacek Koper

Geboren in Los Angeles, Schauspielausbildung in München, Debütförderung für Freie Theaterschaffende 2018. Mona Vojacek Koper kommt von weit her um ihr Stück “Sorry not Sorry” unter die Leute zu bringen. Vor der jenaer Premiere hat sie sich die Zeit genommen uns in einem Interview von ihrem Stück, aber auch von den Problemen die sie damit ankreiden will, zu erzählen.

Anmerkung: Wir entschuldigen uns für die kurzzeitigen Störungen im Ton.

” » Du bist aber ne süße Maus! Bläst du mir einen? Kannst Du das ein bisschen naiver spielen? Ich will ‘ne Tochter, die so aussieht wie Du. Du musst es nutzen, dass Du hübsch bist, sei doch einfach mal sexy.«

Eine junge Theatermacherin untersucht den Objektstatus des weiblichen Körpers. Anhand der These, dass der weibliche Körper nie frei von sexueller Konnotation bleibt, unternimmt sie Feldstudien – unter anderem als Promillentest-Verkäuferin auf dem Münchner Oktoberfest. Sie weiß intuitiv sehr genau, wie sie dabei mit Erwartungshaltungen spielt, um die gewünschten Reaktionen zu erzielen und zieht dabei Parallelen zu ihrem eigenen Agieren auf der Theaterbühne. Sie performt ein Produkt, nimmt eine Rolle ein und bringt diese schließlich auf die Bühne, wo sie sich einer weiteren Untersuchung aussetzt: dem Versuch, mit einem weiblichen Geschlecht komisch zu sein. Wie kann ein Frauenkörper sich auf der Bühne in Bezug auf Komik von sexueller Konnotation und damit verbundenen Konventionen befreien?

»Es geht nicht um das, was Du verkaufst, sondern es geht um Dich. Du bist das Produkt.«”

Textquelle: https://www.theaterhaus-jena.de/sorry-not-sorry-82.html?events=82

Bildquelle: https://www.crew-united.com/de/Mona-Vojacek-Koper_444352.html


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