StuRa-FM: Studentenchor und Apolda – es geht um den Bus

Busse machen Studierende meist flexibler als die Bahn. Dessen musste sich gestern auch der StuRa der FSU bewusst werden. Bei seinem Finanzantrag musste sich der Studentenchor kritischen Nachfragen stellen. Warum der Antrag dann schließlich vertagt wurde, erklärte Angelika Tobi in der Mittwochmorgensendung.Hier ihr Gespräch zum Nachhören.

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Hintergrund: 8,50 Euro – für die Straßenbahnen von Gera bis Gotha – Die Diskussion um das VMT-Ticket

Mit der ThoSKa von Jena nach Apolda – mit dem Regionalbus, mit der Straßenbahn durch Erfurt oder mit dem Weimarer Stadtbus ins Nationaltheater! – Für viele Studierende, vor allem Auswärtige, wäre das eine wichtige Erleichterung. Doch die ThoSka-Erweiterung ist vielen im FSU-StuRa zu teuer. Schon seit Jahren verhandeln Studierendenvertreter zusammen mit dem Studentenwerk und dem Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) über das Semesterticket für den gesamten Verbund. Das Angebot der Verkehrsbetreiber bisher: 8,50 Euro Aufschlag auf das bisherige Semesterticket. – Zu teuer, findet nicht nur der an den Verhandlungen beteiligte Vorstand des FSU-StuRas, auch der Thüringer Studentenwerkschef Ralf Schmidt-Röh soll von diesem Deal abgeraten haben. Das Problem liegt darin, dass hier Interessen unter Studierenden auseinandergehen. Einige FSU-Studierende hätten das Ticket für alle Busse und Straßenbahnen von Gera bis Gotha schwer nötig, da sie in diesen anderen Städten wohnen und sich für den öffentlichen Nahverkehr dort bisher separate Fahrkarten kaufen müssen. Die meisten Studierenden an der FSU allerdings wären nur sehr peripher von der VMT-Erweiterung betroffen. Da sie in Jena wohnen, würden sie vom VMT-Semesterticket höchstens beim Besuch anderer Städte profitieren. Der Solidarbetrag von 8,50 Euro, den alle Studierenden zu bezahlen hätten, stünde nicht im richtigen Verhältnis zum gemeinsamen Nutzen, argumentieren die Gegner.

Grundsätzlich gegen das Angebot – Vorsitzende blockieren Urabstimmung

Zahlreiche StuRa-Mitglieder kritisierten das Angebot des VMT im Mai, wollten aber nicht selbst darüber entscheiden. In einer Urabstimmung hätten die FSU-Studierenden darüber abstimmen können, ob sie die Erweiterung des ThosKa-Gültigkeitsbereiches befürworten. – Doch dazu kam es nicht, da zwei Vorsitzende offenkundig das Angebot als “sozial nicht verantwortbar” ablehnten und befürchteten, die Entscheidung würde sich unvorteilhaft auf die Verhandlungen um das Semesterticket mit der Jenah auswirken. Durch ihre Gegenstimmen wurde der Antrag auf Urabstimmung abgelehnt. Dem VMT-Ticket zugestimmt haben bisher die Studierenden der Bauhaus-Uni in Weimar und der Berufsakademie in Erfurt.

Apolda nur noch per Bahn – Weimarer Land zahlt nicht mehr für den Studi-Bus

28 Studierende aus Apolda müssen von diesem Semester an für ihren Weg mit dem Bus in die Uni voll zahlen, bisher galt für sie die ThosKa in den Bussen der Betreibergesellschaft PVG. Diese Kulanz stellt der Landkreis Weimarer Land nun ein. In einem Brief an den Uni-StuRa beschweren sich unter anderem der Landrat Hans-Helmut Münchberg über die Ablehnung des VMT-Tickets seitens des Gremiums: “Diese Entscheidung ist für uns als Akteure, welche den Studierenden im Umland der Universität Jena helfen wollen, schwer zu verstehen und nachzuvollziehen”. Auch mit der Ablehnung soll die Einstellung der Subventionen zu tun haben.

 

 

 

Eine Antwort auf „StuRa-FM: Studentenchor und Apolda – es geht um den Bus“

  1. Daniel (Sturavorstand) sagt:

    Korrektur: Kino Dynamique hat den Antrag zurückgezogen und der Chor wurde nicht vertagt.
    Zwischendurch erhielten wir einen Schätzwert für die Einnahmen, die deutlich höher waren, als ursprünglich geplant und eine Förderung durch den Stura unnötig machen würden. Deshalb entschied sich der Stura für Nichtbefassung. Sollten die Zahlen doch anders aussehen, ließe sich neu verhandeln. Geld wäre da, denn der Chor hat einen eigenen Topf im Haushalt.

    Wir haben keine Verhandlungen zum VMT abgebrochen, sondern lediglich keine Urabstimmung durchgeführt. Die Verhandlungen laufen noch.

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