StuRa-FM: Streit um Lektorin – Akrützel sorgt für Eklat auf Sitzung

Eklat im Uni-StuRa – wilde Wortgefechte, Türenknallen und wohl auch ein ausgestreckter Mittelfinger. Die versammelte Redaktion des Akrützel protestierte gegen die Wahl einer Lektorin durch den Studierendenrat. Wie es dazu kam und wie es jetzt weitergehen soll, dazu Tobi mit seinem Bericht von der Sitzung, die am Dienstagabend stattfand. [audio:https://www.campusradio-jena.de/wp-content/uploads/sites/5/2012/05/120509_StuRa-FM_Akruetzellektorat_KG_Tobi_Dana.mp3|titles=120509_StuRa-FM_Akruetzellektorat_KG_Tobi_Dana]

Die Stunde der Emanzen oder ein Moment der Wahrheit? – Tobi kommentiert den Streit des Akrützel mit dem StuRa.

[audio:https://www.campusradio-jena.de/wp-content/uploads/sites/5/2012/05/120509_StuRa-FM_Akruetzellektorat_Livekommentar_Tobi.mp3|titles=120509_StuRa-FM_Akruetzellektorat_Livekommentar_Tobi]

37 Antworten auf „StuRa-FM: Streit um Lektorin – Akrützel sorgt für Eklat auf Sitzung“

  1. Empörte sagt:

    Also ich kann auf einer Seite verstehen, dass sich das Akrützel aufregt. Aber man kann definitv keine Mail an die neue Lektorin schreiben mit dem Inhalt “du bist ja nur gewählt, weil du eine Frau bist”. Also aus meiner Sicht kann sie doch am Ende nichts dafür und wird dadurch angegriffen. Kein feiner Schachzug vom Akrützel-Team

  2. dummy sagt:

    Wer soll denn solch eine Mail geschrieben haben?

  3. Jan sagt:

    Erstens es wurde gar kein Extra-Tagespunkt geschaffen, das Thema wurde unter dem TOP “Berichte” diskutiert.
    Zweitens ist das mit der Mail falsch verstanden von der/die “Empörte”. Darin ging es hauptsächlich darum, dass wir natürlich auch mit ihr gerne arbeiten werden und dass es uns als Redaktion leid tut wie das alles abgelaufen ist.
    Dass sie am Ende gewählt wurde, weil sie eine Frau ist, wurde ja vom Stura sogar in der Sitzung zugegeben. Das finden wir auch sehr traurig und unfair ihr gegenüber, denn schließlich war sie ja auch qualifiziert, nur leider nicht unsere erste Wahl.
    Wir müssen am Ende mit dem/der LektorIn arbeiten und nicht der Stura, deshalb sollte alleine das Akrützel diese Person auswählen. Wir machen unsere Arbeit schließlich alle (bis auf die Chefredakteurin) unentgeltlich und wollen auch Spaß bei der Arbeit haben, wenn der Stura allerdings uns diktiert was wir machen sollen, hört bei uns der Spaß nun mal auf.
    Uns ging es nicht darum, dass wir Annemarie nicht haben wollen, sondern das wir uns nicht vom Stura sagen lassen wollen, wen wir zu nehmen haben.

  4. Aki sagt:

    Diesen Streit auf dem Rücken einer einzigen Person auszutragen ist gelinde gesagt, eine Schande.

    Würdevoller Umgang usw.- vergessen?
    Der Fehler war eindeutig ein Kommunikationsfehler gewesen,
    der von beiden Seiten missverstanden wurde.

    Und die einzige Leidtragende aus der ganzen Geschichte ist die gewählte Lektorin.

    Akrützel als Kollektiv fühlt sich bevormundet,
    StuRa fühlt sich als Kollektiv (meinetwegen) angepisst.
    Wie fühlt sich die neue Lektorin?

    1. Max sagt:

      Wenn es aber nunmal um diese personalstelle geht, ist es aber nuneinmal unumgehbar eben diese personalstelle zu thematisieren. dass dahinter ein mensch steckt, die_der dafür nix kann ist unschön, liegt aber in der natur der sache. wie soll sonst mit der thematik verfahren werden? Der StuRa hat hier eindeutig die sachkompetenz des Akrützel mit füßen getreten und mit der begründung “wir geben euch das geld” der redaktion die entscheidungsfreiheit genommen und von oben herab der redaktion diktiert, was sie zu tun und zu lassen haben. obwohl die redaktion das demokratisch für sich entschlossen hat. ironisch, dass sich genau die gleichen leute im StuRa aufregen, dass die Studis nicht selbst über das neue semesterticket entscheiden können. nach dem motto: demokratie gerne, wenn es dem StuRa in den kragen passt. und der redaktion zu unterstellen, dass denen gleichgerechtigung egal ist, ist mehr als anmaßend.

      1. Aki sagt:

        Der StuRa fordert die Ausschreibung & übergibt euch die Kompetenz als Beratung, sprich, das Akrützel sucht die drei Besten raus und stellt sie vor.

        Wieso macht der StuRa das, wenn ihr eigentlich eh kein Bock drauf habt, weil ihr einen tollen Lektor habt?
        Meine Idee: Vielleicht, um auch neuen/anderen Menschen Chancen zu geben?

        Sprich, egal wie toll Menschen miteinander arbeiten, der StuRa bietet nun mal in bestimmten Positionen keine Dauerbeschäftigung an, u.a. weil Studis kommen/gehen, und weil ich z.B. die Idee vertrete, dass man/mensch auch neuen, engagierten Menschen, Chancen geben sollte.
        Wieso beklagen so viele Studierende, dass der StuRa, das Akrützel und sämtliche Hochschulgruppen sich verschließen, dass es keine Anschlussmöglichkeit gibt, dass “Eingesessene” Neue gar nicht zulassen, dass bestimmte Ämter/Jobs/Position untereinander geregelt werden/vererbt werden an den Freund/die Freundin usw. …?

        Das ist nur meine persönliche Meinung. Aber zur Sache nochmal: Wieso hat das Akrützel bei der Vorschreibung des StuRa, drei Menschen vorzuschlagen nicht schon protestiert, wenn scheinbar in euren Kreisen so viel Protestpotential herrscht (Mittelfinger, Ich mach mit meiner Kamera Druck auf Carola)? Die Wahl im Nachhinein anzufechten ist meines Erachtens einfach nur eine Respektlosigkeit der neuen Lektorin gegenüber.

        Hier steht es.
        Gestern haben es alle mitbekommen.
        Die Welt weiß jetzt bescheid,
        dass das Akrützel eine Lektorin hat, die die Redaktion nicht haben will.
        Das ist einfach nur Scheiße.

      2. dummy sagt:

        Wer beschwert sich bitte, dass das Akrützel keine neuen Menschen zulässt? Totaler Quatsch diese Aussage. Allein die Tatsache, dass die letzten beiden Chefredakteure vorher nicht Teil der Redaktion waren, zeigt doch, dass das Akrützel offen für jeden ist.

      3. Aki sagt:

        Coolbleiben! Diesen Vorwurf habe ich nicht ausschließlich angebracht, sondern durch meine Aufzählung allgemein gehalten.
        Und ich weiß, dass es so ist, dass Neulinge es erstmal persönlich schwer haben in eine geschlossene Gruppe zu kommen. Und daher muss allgemein die Willkommenskultur (überall!!!) etwas mehr gestärkt werden.

        Aber du wirst jetzt darauf beharren, darum berichte ich aus meiner persönlichen Erfahrung: Wenn ich mal angefragt habe, einen Gastbeitrag zu schreiben, dann wurde das gänzlich abgelehnt, ohne die Idee vorzuschlagen, dass ich mich ja aktiv als Mitglied in der Redaktion engagieren könnte.
        Ob im Endeffekt, der Gastbeitrag dann abgelehnt werden würde (weil schon thematisiert, oder stilistisch nicht gut etc.), das wäre eine andere Diskussion.

        Zusatz: Mit Maria habe ich bisher NUR gute Erfahrungen gemacht, nicht dass mir jetzt noch was unterstellt oder vorgeworfen wird und sie war auch immer bereit über alles zu sprechen.

      4. Dirk sagt:

        Es ist vollkommen in Ordnung, sauer darüber zu sein, nicht den objektiv besten für einen Job bekommen zu haben. Dabei geht es nicht um Anne-Marie als Person, sondern um Anne-Marie als nicht beste. Meine bisherigen Erfahrungen mit der Stellenbesetzung auf dem Arbeitsmarkt sehen genau so aus. Der beste wird genommen, bei gleicher Eignung in fortschrittlichen Unternehmen die Frau (Wobei ich alle Frauen verstehen kann, die den endgültigen Zuschlag für einen Job nicht nur bekommen wollen, weil sie Frauen sind.) genommen. So läuft das. Nun ist gestern gesagt worden, dass der Stura ebenfalls Unterschiede zwischen Anne-Marie und Markus gesehen hat, diese jedoch aufgrund von Marginalität zugunsten der Gleichstellungspolitik zu vernachlässigen. Das dieser “Rundungsfehler” gegen die Aussage “bei gleicher (nicht annähernd gleicher) Eignung ist die weibliche Bewerberin zu bevorzugen” verstößt, ist offenkundig. Die semantische Unterspezifikation des Wortes “gleich” ist in Gesetzes- und Ordnungstexten nicht zu verhandeln. Das die Situation für “scheiße” ist, dem stimme ich gern zu. Ich als Redaktur habe eine Lektorin, die ich nicht will, weil sie auf eine Art den Job bekommen hat, die ich nciht gut finde, nicht weil ich sie nicht mag.

      5. Aki sagt:

        Dirk, du magst in allem Recht haben.

        Die letzte Konsequenz ist aber offensichtlich:
        Dieser Streit hat eine Person (des nicht öffentlichen Lebens)
        geschädigt. Und bei allem Ärger, human oder sozial ist das nicht.
        Und mir ist es scheiß egal, wer daran schuld ist (mögen es auch die so kritisierten StuRa-Mitglieder/innen sein).

        Fakt ist, dass eine Person in der Mitte steht und zwei Gruppen an einem Strick in gegensätzliche Richtung ziehen und diese Person in aller Öffentlichkeit kaputt machen!

        Das ist für mich inakzeptabel!

        Ich sehe auch ein, dass einiges schief gelaufen ist,
        aber einen Namen in aller Öffentlichkeit so kaputtzutreten,
        wie gestern in der Sitzung, heute höre ich die Beiträge in den Audio-Ausschnitten (s.o) und alle diese Kommentare.

        Für mich geht der Mensch vor.

      6. Dirk sagt:

        Lieber Aki!
        Inwieweit hat die Meinungsverschiedenheit zwischen Stura und Akrützelredaktion Anne-Marie geschädigt? Ihr Vorname wird in der Diskussion erwähnt, was einfach unabänderlich ist, da es (auch) um eine Personaldebatte geht. Ansonsten wurde Kritik an ihrer Wahl als Lektorin geübt, nie an ihr persönlich, es wurde lediglich festgestellt, dass Markus besser qualifiziert war als sie. Diese Art der Aussagen wird bei so gut wie jeder Besetzung einer neuen Stelle auf dem Arbeitsmarkt und sogar bei einigen Stiftungen bei der Stipendienvergabe getroffen. Ich empfinde es nicht als Schädigung oder “kaputttreten” einer Person (natürlich muss dies aber auch Anne-Marie selbst entscheiden), zu sagen, dass jemand anderes besser qaulifiziert war.
        Hast du einen Gegenvorschlag zur jetzigen Art der Diskussion? Ich sehe das Einstellen der Argumentation um Anne-Maries Namen zu schützen (was ich – wie oben ausgeführt – auch nicht für nötig erachte) nicht als Alternative. Sachliche Kritik darf meiner Meinung nach nicht aus Rücksicht vor Personen eingestellt werden (sollte aber gerade in diesem Problemfeld sensibel und respektvoll bleiben). Darf ich Rick Santorum für seine öffentlich getätigten Bemerkungen zum Umgang mit totgeborenen Kindern nicht kritisieren, weil dadurch auch seine Frau (und ihr Umgang it ihrer Fehlgeburt) automatisch in den Fokus der Berichterstattung rückt? Ich meine nein. Wo sollte Kritik an Prozessen und Verfahren aus Rücksicht vor Einzelpersonen enden? Ab wann wirkt sich diese Rücksichtnahme quasi als Kritikverbot aus? Ich habe keine Antwort, sehe aber, das wir hier unterschiedlicher Meinung sind und beide gute Argumente haben. Ich finde es gut, dass du einen klaren Standpunkt vertrittst und glaube ihn nachvollziehen zu können, aber ich selbst kann dir dorthin nicht folgen, weil dies für mich bedeuten würde, diese (aus meinen Augen wichtige) Diskussion sofort einzustellen. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Diskussion auf Anne-Maries Rücken ausgetragen wird, verstehe aber deine Vorbehalte. Danke für deine Antworten und die Diskussion.

      7. Aki sagt:

        Du bist ein rhetorischer Fuchs!
        Zuckerbrot und dann nichtsahnend die Peitsche.

        Versetze dich mal in die Lage von Anne-Marie und beschreibe mir, was du dabei empfindest.

        (Die Antworten [wenn man ein humanes/soziales Menschenbild vertritt] kommen dann von selbst).

        /Für mich ist jetzt Feierabend. Mir tut es leid, dass hier das Akrützel sich zwar scheiße fühlt, aber wenn ich das Verhältnis “Kollektiv fühlt sich scheiße” und “Eine Einzelperson fühlt sich scheiße” abwäge, dann komme ich zu meinen humanistischen Menschenbildern und muss sagen, dass ich mit dem Opfer solidarisiere.

        Egal, was Annemarie tun wird,
        meine Unterstützung hat sie.

      8. Aki sagt:

        …und bei all’ dem, was vorgefallen ist, würde ich mir sogar wünschen, dass sie die Arbeit boykottiert und ihre rechtlichen Ansprüche auf Entlohung geltend macht.
        Das ist meine ehrliche Ansicht. Wieso? Weil das eine kleine, winzige Entschädigung dafür ist, dass man sie so dermaßen durch den Dreck gezogen hat, wie ihr das gemacht habt.

      9. dummy sagt:

        Niemand hat sie durch den Dreck gezogen. Deinen Aufruf zum Streik kann ich auch nicht nachvollziehen. Durch diese Debatte wird eher endlich mal wieder der Fokus auf die zweifelhaften Entscheidungsvorgänge beim Stura gelenkt. Man kann nur hoffen, dass dies mal mehr als nur die Betroffenen selbst interessiert, was ich leider bezweifle. Das Akrützelteam ist aber bei weitem nicht der einzige Posten, der mit dem Stura in Personalangelegenheiten unzufrieden ist. Man muss sich nur mal ein wenig umhören.

      10. Dirk sagt:

        Lieber Aki!
        Danke für das Kompliment.
        Es ist merkwürdig, dass du dein “Versetze dich mal in die Lage von Anne-Marie und beschreibe mir, was du dabei empfindest.” mit “(Die Antworten [wenn man ein humanes/soziales Menschenbild vertritt] kommen dann von selbst).” einklammerst. Auch das humanistische Menschenbild ist nicht so einheitlich, dass man auf ihm als Basis klar emphatisch nachfühlen kann, wie eine andere Person sich fühlt. Der Umkerschluss deiner Äußerung ist, dass jeder, der nicht zu den gleichen Schlüssen (Was Anne-Maries Gefühle angeht, über die ich überhaupt nichts weiß, du jedoch anscheinend ziemlich viel. Woher?) komtm wie du, kein humanistisches Menschenbild hat. Dieses Enthymen ist ein Trugschluss! Und als ungerecht empfinde ich es auch noch. Ich könnte genauso gut verstehen, dass Anne-Marie jetzt traurig ist, weil sie in der Debatte so oft als Zweitbeste tituliert wurde, wie ich sie auch verstehen könnte, wenn sie traurig ist, weil sie den Job nur bekommen hat, weil sie eine Frau ist. Das humanistische Menschenbild geht auch von der Gleichheit aller aus und ist so erstmal grundlegend gegen Bevorzugung (von Frauen, Homosexuellen, Reichen, etc.). Ich verstehe imemrnoch nicht, wie du zu dem Schluss kommst, dass das Akrützel Anne-Marie durch den Dreck gezogen hat. Die Redaktion hat lediglich gesagt, dass sie weniger gut qualifiziert war als Markus (eine in Personaldebatten völlig alltägliche Aussage) und musste diese Aussage öffentlich wiederholen, da die Redaktion sonst den Entscheidungsprozess (der nunmal auch eine Personalfrage beinhaltet) nciht hätte kritisieren können. Keine Kritik am Verfahren ohne dessen Erörterung und transparente Darlegung. Hier nun kollidiert alles mit den Bewerbern um das Lektorat.
        Ich glaube auch, dass eine Täter-Opfer-Konzeptualisierung in der Diskussion nicht weiterhilft. Du hast selbst gesagt, dass du der Meinung bist, dass sowohl Stura als auch Akrützel Fehler gemacht haben. Auf Basis dieser Aussage zu diskutieren, wer Täter und wer Opfer ist (oder alle zu Opfern bzw. Tätern zu machen), bringt uns nicht weiter, sondern lädt die Diskussion mit einem Konzept auf, das klar stigmatisiert und einer Lösung im Weg steht. Bei der Täter-Opfer-Konstellation gibt es am ende immer einen Verlierer, ich möchte mit dieser Diskussion jedoch erreichen, das letzendlich eine Lösung für das Problem gefunden wird. Opfer und Täter können nie auf einer Augenhöhe diskutieren, weil einer immer (moralisch, gesellschaftlich, etc.) überlegen wäre.
        Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du Diskussion also einstellen, weil du dich in Anne-Marie hineinversetzt hast und nun weißt bzw. glaubst, wie sie sich fühlt und weißt bzw. glaubst, dass sie sich schlecht fühlt und das aufgrund dieser Annahme die Diskussion beendet werden muss? Für mich sind da zu viele unklare Annahmen.
        Zu deiner Frage: Es ist müßig, mir zu überlegen, wie ich mich als Anne-Marie gerade fühlen würde, denn das kann ich nicht wissen. Ich könnte dir sgaen, wie ich mich in der Situation fühle (wenn ich den Job nur bekommen hätte, weil ich schwul, reich oder ein Mann bin) und ich wäre sauer, dass nicht meine fachliche Kompetenz mir den Job eingebracht hat, sondern nur mein Geld, meine sexuelle Orientierung bzw. mein Dasein als Mann.
        Dein wunsch an Anne-Marie, die Arbeit zu boykottieren, halte ich für unglücklich. Er macht mich traurig. Sie als Einzelperson hat also deiner Meinung nach das Recht, in jedweder Form (ein Boykott der Arbeit wäre gegen ihren Vertrag), auch illegitim, zu protestieren, sobald sie sich persönlich verletzt fühlt? Die Redaktion (eine Gruppe von Menschen) darf jedoch nicht protestieren, wenn sie sich in ihrer Arbeit (und damit – da ich kein Geld von den Studenten dafür bekomme – in ihrem persönlichen Hobby) verletzt fühlt? Das Akrützel wäre klar das “Opfer” (wenn man diese meiner Meinugn nach nicht zielführende Konzeptualisierung aufnehmen will) vom Boykott eines Lektors. Würdest du dich in dem Fall mit der Redaktion solidarisieren? Oder, um das Kollektiv rauszunehmen, mit mir? Außerdem wäre ein Boykott doch extrem unsolidarisch?
        Nochmal: Wir haben Anne-Marie nie perönlich angegriffen, ihr Name musste im Bezug auf die Diskussion jedoch fallen. Meine Argumentation würde sich nicht verändern, wenn ich ihren Namen immer durch “Der zweitbeste Bewerber” ersetzen würde. Die des Stura schon, weil sie den persönlichen Aspekt des Geschlechts mit hineinbringen müssen, weg von der reinen Qualifikation.
        Nochmal die Frage: Wie haben wir deiner Meinung nach den zweitbesten Bewerber “durch den Dreck gezogen”? Kannst du diese Frage beantworten, ohne Annahmen über das Innenleben dieses Bewerbers zu treffen, die gezwungenermaßen unbestätigte Mutmaßungen bleiben müssen? Ich finde es bewunderswert, wie klar du einen Standpunkt vertrittst und zum Anwalt der persönlichen Belange des zweitbesten Bewerbers machst, finde es nur schade, dass du auf meine Argumente nur wenig eingehst und weiter deinen Standpunkt beschreibst. Ich würde mir mehr Argumente für diesen wünschen.

  5. dummy sagt:

    Das Kommunikationsproblem ist nur ein kleiner Teil. Das Hauptproblem ist die Sturheit einiger Sturamitglieder. So nimmt sich Cindy einfach die Dreistigkeit heraus, und stellt das Akrützel als frauenfeindlich dar. Ebenso auch gegen junge Frauen mit Kindern hätte das Akrützel etwas.

    Die Aussagen von ihr zeugen einfach davon, dass es ihr und Carola nicht um die Person Annemarie geht, sondern nur um ihre Vorstellungen, dass mehr bezahlte Posten mit Frauen zu besetzen sind. Daneben fehlt jegliche Einsicht in den Redaktionsalltag um auch nur annährend sich ein Urteil darüber erlauben zu können, was die Person des Lektors leisten muss.

    Wenn ihnen zu viele bezahlte Posten im Stura von Männern besetzt sind, dann ist es deren internes Problem. Wie lange sitzt Cindy schon in diesem Gremium? Dann sollen sie es dort lösen und ausdiskutieren, aber nicht bei einer Einrichtung anfangen, von der sie absolut keine Ahnung haben. Davon zeugen auch Aussagen wie die von Carola: “Das Akrützel ist uns egal.”

    1. Mister X sagt:

      ja, Carola hat das gesagt, aber du ziehst ihre Aussage aus dem Zusammenhang. Das Akrützel-eam stürmte einfach so in die Sitzung und wollte sofort diskutieren. Der Stura war aber grad dabei wichtige Abstimmungen (auch mal für Studenten) zu machen. Da der Stura aber nicht so einfach den Punkt abbrechen kann und das Akrützel dermaßen laut war, hat sie gesagt, dass das Akrützel gerade zu diesem Punkt egal ist.

  6. stoffel sagt:

    Was hat denn eine gerankte Dreierliste mit Machtspielchen zu tun? Es ist bei allen unseren Stellen so, daß, sofern vorhanden, mindestens drei Personen auf der Sitzung vorgestellt werden und zur Wahl stehen. Das galt auch für die Bürostelle im Int.Ro, mit der ja vor allem dieses Referat zusammenarbeiten muß, das galt bei der Geschäftsleitungsleitungsvertretung, wir haben bei der Vergabe von Honoraren sogar die Pflicht so heranzugehen.

    Die Behauptung, Annemarie sei allein gewählt worden, weil sie eine Frau ist, halte ich für unhaltbar. Es ging aus der Diskussion eine für die Aufgabe gleiche Eignung wie bei Markus hervor, womit wir nach unserer Satzung schon verpflichtet sind, die Gleichstellung herzustellen. Ich habe sie nicht trotz einer schlechteren Eignung gewählt, ich ging vom Vorhandensein aller nötigen Fähigkeiten aus. Und daß sie weniger oft Fragen stellte, als sie lektorierte, liegt vielleicht daran, daß sie in ein festes Kollektiv kam und (hoffentlich noch) fremd ist.

    Warum zieht hier unsere Satzung? Nun, ganz einfach, Tobi sagte es ja auch, der StuRa ist Herausgeber_in des Akrützels, der StuRa bezahlt das Akrützel, damit ist es sein Recht die Stellen zu besetzen. Wir haben keine Person gewählt, die völlig ungeeignet ist und der Redaktion etwas aufgezwungen, wir haben aber unseren gleichstellungspolitischen Anspruch angebracht.

    Und: Das Akrützel ist rein rechtlich intern! Also ist die Frage der Besetzung unserer bezahlten Stellen mit Frauen auch bin in das Akrützel zu tragen!

    Paßt Euch das nicht, dann gründet einen Verein, der als Herausgeber fungiert. Dann seht aber bitte auch, wo Ihr Geld herbekommt. Denn auf der einen Seite Nehmen, auf der anderen aber nur Erwarten, ist eigentlich eine Dreistigkeit. Das Akrützel macht immerhin 5% unseres genehmigten Haushaltes aus.

    1. Dirk sagt:

      Vielen Dank Campusradioredaktion für diesen Beitrag, gerade weil alles so kurzfristig war.
      Lieber Stoffel, dass Annemarie gewählt wurde, weil sie eine Frau ist, steht sogar in deinem Beitrag selbst drin (ist also alles andere als unhaltbar). Du sagst, dass ihr gar nicht anders gekonnt hättet, als sie bei gleicher Eignung zu wählen und das du davon ausgegangen bist, dass sie und Markus die gleiche Eignung haben. Also gab doch ihr Frausein für deine Wahl, oder? Also wurde sie (von dir und nach Aussagen einiger anderer Stura-Mitglieder auch) aufgrund ihres Frauseins gewählt. Zitat: “Es ging aus der Diskussion eine für die Aufgabe gleiche Eignung wie bei Markus hervor, womit wir nach unserer Satzung schon verpflichtet sind, die Gleichstellung herzustellen. Ich habe sie nicht trotz einer schlechteren Eignung gewählt, ich ging vom Vorhandensein aller nötigen Fähigkeiten aus.”, d.h. dass sie gewählt wurde, weil sie eine Frau.
      Zugleich wurde in der Diskussion öfter angesprochen, dass marginale Unterschiede in der Eignung von Annemarie und Markus erkannt wurden, diese jedoch vor dem Hintergrund der Gleichstellungspolitik vernachlässigt habt.
      Ich finde es außerdem extrem schade, dass gleich die Gründung eines Vereins vorgeschlagen wird, anstatt weiter zu versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Kooperative Konfliktlösung ist das nicht. Es schaukelt nur hoch und macht wütend. Außerdem enttäuscht es mich. Ich arbeite seit 2007 beim Akrützel, habe unzählige Nachtschichten geschoben, insgesamt drei Sturavorstände interviewt und dafür viel journalistische Erfahrung, ein Abendessen pro Woche und viele Freunde bekommen (Geld habe ich von den Studenten noch nie dafür bekommen). Woher nimmst du also die Sicht: “Denn auf der einen Seite Nehmen, auf der anderen aber nur Erwarten, ist eigentlich eine Dreistigkeit.”? Ich verstehe das nicht. Was fordert denn das Akrützel denn noch so, außer einem gleichbleibenden (über Inflationsausgleich hat in der Redaktion noch nie jemand diskutiert) Etat, ab und zu größere Anschaffungen fürs Büro und dann und wann etwas Zeit für ein Interview mit euch? Dafür liefern wir doch alle 2 Wochen ein Heft mit viel Herzblut ab, erst die vovorletzte Ausgabe hatte sogar Hochschulpolitik zum Titelthema. Findest du 5% Prozent der Gelder der Studenten wenig für euren direkten Draht zu den Studenten? Ihr habt alle 2 Wochen eine Seite zum eigenen Gutdünken zu befüllen, könnt zu unseren Sitzungen kommen und Themen vorschlagen (wie jeder andere übrigens auch). Ist es euch das nicht wert? Wofür würdest du denn das Geld eher verwenden? Das alles auf diese Geldfrage hinausläuft, halte ich auch für sehr traurig. Das Geld kommt von den Studenten und von denen hat sich noch niemand grundsätzlich über dessen Verwendung beschwert (über einzelne Artikel natürlich immer). Warum forderst du uns dann so brüsk auf, doch mal zu sehen, “wo wir unser Geld herbekommen”?
      Außerdem hab ihr uns jemanden aufgezwungen (anders als von dir behauptet), den ihr habt jemandem die Stelle gegeben, den wir nicht wollten und für diese Haltung hatten wir Argumente. Also habt ihr gegen unseren Willen (gerechtfertigterweise oder nicht ist nun der Kernpunkt der auseinandersetzung) gehandelt, ergo uns etwas aufgezwungen. Die Bewertung dieses Handels ist unterschiedlich, es jedoch als “aufzwingen” zu bezeichnen argumentativ nicht zu widerlegen.
      Auch das jetzt Annemarie in den Fokus rückt, finde ich sehr schade. Uns ging es nie um Anne-Marie oder Markus oder Hauke oder Stephan oder Christiane, sondern um den besten für das Amt des Lektors. Erst der Stura udn die Gleichstellungsdebatte haben Annemarie als PErson und Frau in den Vordergrund gerückt. Unsere Ablehnung der Entscheidung richtet sich nicht gegen Anne-Marie, sondern gegen die Art der Entscheidungsfällung. Das Maria gesagt hat, dass wir (natürlich) auch mit Anne-Marie umgehen können, ist solidarisch. Hätte sie gesagt, dass Maria extrem viel schlechter war als Markus und wir nicht mit ihr arbeiten können, wäre das unsolidarisch gewesen. Ihr werft Maria vor, unsolidarisch zu sein und alles auf Anne-Maries Rücken auszutragen, was nicht stimmt. Sie ist eine der Leidtragenden und das tut mir persönlich sehr leid. Sie ist Leidtragende, weil ihr eine (natülich aus unserer Sicht) falsche Entscheidung getroffen habt. Aber wäre es solidarisch, mit ihr zu arbeiten, nur weil wir nicht gegen eure Entscheidung angehen wollen? Insofern ist es schade, falls Anne-Marie jetzt verletzt ist (Im Übrigen hat sie noch niemand gefragt, ob sie wütend oder enttäuscht darüber ist, dass sie den Job bekommen hat, allein weil sie eine Frau ist. Ich würde verstehen, falls dem so wäre.), aber für die Lösung des Konflikts zwischen Stura und Akrützel nicht hilfreich zu erforschen, wie es ihr geht; weil es nicht um sie geht. Jedenfalls von unserer Seite aus. Die Person ist egal (Das bedeutet doch Gleichberechitgung, oder?) Die Art der Entscheidung ist nicht ok.
      Außerdem halte ich es für ziemlich unsolidarisch (was für ein überanstrengtes Wort), wenn die studentische Interessenvertretung der Studentenzeitschrift nahelegt, sich doch ihr Geld woanders zu besorgen, sobald es zu einer Meinungsverschiedenheit kommt.

      1. XYZ sagt:

        Die Einzige, die mir Leid tut, ist Anne-Marie. Ich würde nicht freiwillig für ein Blatt arbeiten wollen, wo selbst die Redakteure öffentlich schreiben, dass sie dem Blatt aufgezwungen wurde und sie keiner haben wollte. Warum war sie dann überhaupt unter den drei Bewerbern? Wenn nur Marcus den Job bekommen sollte, warum wurde das nicht vorher schon ausreichend kenntlich gemacht. Es wäre da sicher besser gewesen, wenn das Akrützel selbst jemanden gewählt hätte, der dann wiederum vom Stura bestätigt wird. Nun aber so eine Hetze gegenüber einer Person zu machen, ist heftig.

      2. Dirk sagt:

        Lieber XYZ!

        Kannst du bitte die Stelle zitieren, dann er deiner Meinung nach ein Redakteur geschrieben hat, dass den zweitbesten Bewerber “keiner haben wollte”? Das ist das Los der zweitbesten: Sie sind qualifiziert für ihre Stelle, man kann mit ihnen arbeiten, mit dem Besten jedoch noch etwas besser. Das spricht dem Zweitbesten keine Qualifikation ab, sondern zeigt nur, dass die Skala nach oben hin offen ist. Es geht nicht darum, ob man Bewerber nicht wollte, sondern welcher die besten Qualifikationen hatte. An diese Qualifikation knüpft sich dann der Wunsch zu Zusammenarbeit, der keinesfalsl den Wunsch nach Zusammenarbeit mit dem Zweitbesten negiert, bei der Besetzung von nur einer Stelle jedoch faktisch unmöglich ist. Auch an dich die Frage: Inwiefern kannst du begründen, dass das Akrützel “Hetze betreibt”? Die Redaktion hat nie unsachlich oder gehässig über sie gesprochen, vielmehr haben wir (natülich) verdeutlicht, dass wir mit zusammenarbeiten könnten (siehe oben), nur eben mit Markus noch besser, ergo nach den Regeln einer Personaldebatte Markus den Job bekommt. Es wurde kenntlich gemacht, dass Markus den Job bekommen sollte (“Er ist sehr gut, die anderen beiden sind auch gut”), die besten drei Bewerber wurden zum Probelektorat eingeladen und eine Liste der besten Bewerber ging an den Stura, um ein transparentes Verfahren zu ermöglichen. Sie war unter den drei Bewerbern, weil sie eine der besten war, aber nicht die beste. Das ist weder unsachlich moch verleumderisch oder gar “Hetze”. Es tut mir auch leid, dass der zweitbeste Bewerber so in den Mittelpunkt gerückt ist, weil er den Job aufgrund persönlicher Merkmale (die nicht eine Behinderung sind, was das Grundgesetz als einzigen Grund für Bevorzugung grundsätzlich legitimiert) und nicht aufgrund seines Daseins als bester Bewerber den Job bekommen hat.

      3. XYZ sagt:

        ich zitiere dich von deinem! Post am 9. Mai um ca 15:32: “Außerdem hab ihr uns jemanden aufgezwungen (anders als von dir behauptet), den ihr habt jemandem die Stelle gegeben, den wir nicht wollten und für diese Haltung hatten wir Argumente. Also habt ihr gegen unseren Willen (gerechtfertigterweise oder nicht ist nun der Kernpunkt der auseinandersetzung) gehandelt, ergo uns etwas aufgezwungen. Die Bewertung dieses Handels ist unterschiedlich, es jedoch als “aufzwingen” zu bezeichnen argumentativ nicht zu widerlegen.”

      4. Dirk sagt:

        Danke!
        In diesem Zitat erkläre ich, warum ich die Wahl des zweitbesten Bewerbers als aufgezwungen erachte. Dort steht nichts darüber, dass niemand den zweit besten Bewerber nicht wollte. Wollen ist graduell, es gibt nicht nur “nicht wollen” und “wollen”, sondern auch “mehr bzw. weniger wollen”. Das ist, wie bereits gesagt, das Los detr Zweitbesten. Eine Ablehnung heißt nicht: “Wir wollen sie nicht”, sondern “Wir wollen einen anderen (berechtigterweise, denn er ist besser qualifiziert als sie) noch mehr als sie.” Falls der bestqualifizierte Bewerber doch einen anderen Job wählt (und doch Börsenmanager anstatt Konditor werden will), dann muss der zweitbeste, der dann natürlich nachrutscht, immer mit dem Gefühl leben und arbeiten, nur durch dieses Nachrutschen an den Job gekommen zu sein. Obwohl diese Situation unangenehm sein kann, heißt das nicht, dass ihn niemand wollte. Insofern bleibe ich bei meiner Aussage: Der zweitbeste Bewerber ist der Redaktion (aus meiner Sicht ungerechtfertigterweise) aufgezwungen worden, was im Umkehrschluss nicht heißt, dass diesen niemand wollte. Streichbarkeitstest: “Sie wurden mir aufgezwungen, was aber nicht heißt, dass ich sie nicht mag.” hört sich nicht widersprüchlich an, also ist “nicht wollen” kein zwingender Bestandteil der (aktuellen wie überzeitlichen) Semantik des Wortes “aufzwingen”. Ich kann mir durchaus Situationen vorstellen, in denen eine Satz wie dieser gesagt werden könnte. Die Oberärztin, die einen Zivi auf ihre Station bekommt, den sie zwar mag und der gute Arbeit macht, der ihr aber dennoch aufgezwungen wurde, weil sie eigentlich keine Zivis auf ihrer Station wollte zum Beispiel könnte dies sagen. Oder eben die Redaktion des Akrützels.

    2. Max sagt:

      Danke, dass das an der Stelle vom StuRa nochmal schriftlich festgehalten wurde:

      -Das Akrützel hat zu tun, was der StuRa sagt, denn dieser sitzt am Geldtopf
      -Das Akrützel hat kein mitspracherecht, da es dem StuRa untersteht
      -mögliche studentische Interessen und die Wertschätzung einer unabhängigen studentischen Presse scheinen, gelinde gesagt, eine Untergeordnete Rolle zu spielen

      1. Student sagt:

        @ Max

        du solltest das beser betrachten. Der Stura schreibt den Akrützel nichts inhaltliches vor. Hier geht es um ein Arbeitsverhältnis, wo der Stura das rechtliche auf seiner Seite hat. Das heißt er ist als Arbeitgeber verantwortlich und hat damit pflichten. Dafür hat ein Arbeitgeber auch Rechte. Man sollte dies nicht so umformulieren, das etwas rauskommt was nicht stimmt.

        Das Akrützel hat mitsprache Recht. Es konnte z.b. eine Vorauswahl treffen und somit wunschkandidaten zusammenstellen. Ebenfalls kann es eine klare Empfehlung geben, welche hier aber wohl nicht klar rüber kam, was nun das Streitthema ist.

  7. CordHose sagt:

    Wenn das Akrützel sich wirklich als die mediale Vertretung der FSU sieht, finde ich es völlig legitim, dass ihr, durch die gewählte Vertretung der Studierendenschaft auf die Finger geschaut wird. Ich empfinde es als eine Frechheit, mit welcher Dreistigkeit sich gegen solche selbstverständlichen Dinge wie Gendern gewährt wird…

    1. dummy sagt:

      Dann schlag das Akrützel auf und lies:

      Das in diesem Heft verwendete generische Maskulinum
      dient der besseren Lesbarkeit und gilt für
      alle Geschlechter.

      btw ist Gendern im Schriftbild, vor allem mit dem Übermaß wie es in studentischen Kreisen gern benutzt wird keine Selbstverständlichkeit.

      1. Max sagt:

        Gendern ist ein völlig legitimes Mittel, um auch in der Sprache auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. In der Redaktion des Akrützel ist hierzu die Meinung auch gespalten, aber der momentane Konsens ist, auf das Gendern zu verzichten. Das kann mensch gerne kritisieren, bleibt aber sache der redaktion. es ist jede_r herzlich eingeladen ein Teil der Redaktion zu werden und den Diskurs weiter anzustoßen. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass Gendern auch kein Allheilsmittel sein muss. Zumindest sind mir hierzu keine empirischen Studien bekannt. Ich lasse mich hier aber sehr gerne eines Besseren belehren. Des weiteren ist es in studentischen Kreisen keineswegs eine selbstverständlichkeit. in den Naturwissenschaften sowieso schonmal gar nicht, wo auch die Psychologie dazugehört. Aber auch in anderen Instituten ist es keinesfalls vorgeschrieben. Sonst zeigt sich ein normativer Anspruch an Gleichberechtigung nicht nur im Gendern, sondern auch in seinen Inhalten. Hierzu möchte ich auf die vergangenden Berichterstattungen des Akrützel in den letzten Heften verweisen: Andersweg, IDAHOT, Asylpolitik, Nazinetzwerke in Jena u.s.w.

    2. Dirk sagt:

      Das Akrützel hat sich über seinen Umgang mit Genderbezeichnungen nicht zu rechtfertigen. Diese Entscheidung obliegt allein der Redaktion. Wir gendern nicht, wie genau bitte ist das “dreist”? Genau deise Pauschalurteile aufgrund von Meinungen anstatt von sachlichen Argumenten (als solche per se weder beweisbar noch widerlegbar) machen eine lösungsorientierte Diskussion unmöglich. Außerdem verschiebt dieser Kommentar die Streitfrage, indem er das Akrützel in eine Defensivrolle drängt, etwas zu begründen, was nicht Teil der Diskussion um eine neue Besetzung des Lektoratspostens ist.
      Allein, dass etwas “eine Selbstverständlichkeit” ist, ist kein Argument. Auch schlechtere Bezahlung von Frauen ist leider eine Selbstverständlichkeit, ist es deswegen richtig? Natürlich nicht. Außerdem beruht das Etikett “Selbstverständlichkeit” deiner Aussage nach auf deinem subjektiven Eindruck. Auf dieser Grundlage kann keine objektive Entscheidung, bei der sich die besseren Argumente durchsetzen, getroffen werden. Dies führt nur zum Austausch unüberprüfbarer Einzelmeinungen wie etwa “Meiner Meinung nach ist das keinesfalls selbstverständlich”. Insgesamt also ein wenig nützlicher Kommentar zur Lösung der meinungsverschiedenheit. Vielen Dank von mir trotzdem an dich für deine Meinung und ihre Äußerung.

    3. Max sagt:

      Ist der StuRa eine legitime Student_innenvertretung, wenn nur ca. ein Drittel der Mitglieder bei dieser Sitzung anwesend waren und insgesamt nur ca. 15% der Studis überhaupt an der StuRa-Wahl teilgenommen haben?

      1. Dirk sagt:

        Lieber Max!

        Ich verstehe deinen Punkt, muss aber an dieser Stelle wieder erwähnen, dass diese Frage den Streitpunkt verschiebt und weiter emotional auflädt. Ob der Stura eine legitime Vertretung ist (meiner Meiung nach natürlich, weil er aus einer fairen deomkratischen Wahl hervorgegangen ist und für die mangelnde Wahlbeteiligung die Gewählten nun wirklich nur sehr sehr mittelbar als Ausführende des Amtes und als individuelle Personen schon mal überhaupt nicht verantwortlicht sind), ist nicht Teil der Meinungsverschiedenheit über die Lektoratsstelle.
        Nochmal zur Bekräftigung: Eine von uns mehrheitlich getroffene Entscheidung (gegen das Gendern) mit Blcik auf die “Selbstverständlichkeit” dieser Praxis zu torpedieren ist undemokratisch und bevormundend. Sie spricht der Redaktion das Recht ab, selbst und bewusst ein Bild von Für- und Gegenargumenten zu verschaffen und auf Grund dessen zu einer begründeten Entscheidung zu gelangen. Außerdem ist diese Art von Angriff unfair, weil gegen Behauptungen nicht argumentiert werden kann, was eine Lösung der Problematik nahezu unmöglich macht.

    4. Jan sagt:

      Die Geschäftsordnung des Sturas ist übrigens auch nicht gegendert. Am Ende steht nur folger Satz (ähnlich wie im Akrützel-Impressum): Die Bezeichnungen dieser Geschäftsordnungen im generischen Maskulinum gelten für Frauen gleichfalls.

  8. Daniel (Sturamitglied) sagt:

    Da hier mehrfach der Vorwurf kam, dass sich der Stura in die internen Belange des Akrützels hineinhängt:
    Ich stimme dem insoweit zu, dass die Existenz eines Lektorats etwas internes ist. Halte es aber für legitim, dass der Stura hier Einfluss übt, u.a. weil es unser Geld ist und das Akrützel quasi in internes Projekt ist (Herausgeberschaft und so).
    Ich bitte aber um eine gewisse Differenzierung, denn eine inhaltliche Einmischung ist kein Ziel des Sturas (soweit mein Eindruck).
    Das Lektorat sahen viele im Stura als eine vorranig organisatorisch/technische Angelegenheit, weshalb wir über eine Dreierliste sprachen.
    Die Chefredaktion, die maßgeblichen Einfluss auf den Inhalt hat, was die Redaktion bei der Wahl sicherlich berücksichtigt, wird hingegen nur vom Stura bestätigt. Hier mehrere Alternativen zu verlangen und dazwischen zu entscheiden, hieße inhaltlich auf das Akrützel einzuwirken, weshalb ich hier an der Bestätigung festhalten möchte.

    PS: wenn über ein Thema – etwa geschlechtsneutrale Sprache – kontrovers diskutiert wird und eine Mehrheitsbeschluss fällt, dann ist es eine Mehrheitsmeinung und kein Konsens (=Einstimmigkeit)

    PPS: Unsere GO ist im generischen Maskulinum, die Finanzordnung und Nutzungsordnung für die Technik hingegen im generischen Feminum.

    1. Dirk sagt:

      Lieber Daniel!
      Wie wir auf der Stura-Sitzung aber dargestellt haben, übernimmt ein Lektor auch die Überprüfung auf Widerspruchsfreiheit, inhaltliche Kohärenz und Treffgenauigkeit von Formulierungen. So wurde die Rahmengeschichte meines Titelartikels über die Janer Literaturszene einmal von einem Lektor vom Präsens ins Präteritum gesetzt, was ihm einen märchenhafteren und entrückteren Charakter gab. Das fand ich super, unterstrich es doch die Stimmung des Textes.
      So etwas sehe ich schon durchaus als Teil unserer inhaltlichen redaktionellen Arbeit, ganz abgesehen davon, dass sich bei der Überarbeitung der Artikel mit dem Lektor meist über reine Satzumstellungen hinaus Änderungsideen entwickeln und Lektoren wie jeder andere Redakteur auch, auch ganz klar inhaltliche Anmerkungen machen sollen und dürfen (Etwa: “Hier fehlt die Perspektive von XY” etc.). Insofern möchte ich euch widersprechen: “Das Lektorat sahen viele im Stura als eine vorranig organisatorisch/technische Angelegenheit.” Dem ist nicht so und es ist schade, dass der Stura aufgrund von unbestätigten Eindrücken (“viele sahen es so”) Entscheidungen fällt und nicht versucht, diese Eindrücke zu verifizieren.

    2. Max sagt:

      @Daniel: Posts bitte sorgfältig lesen: Einstimmigkeit in Bezug auf den mom. Verzicht auf das Genders. Aber trotzdem vielen Dank für die Übersetzung des Wortes Konsens. …Der StuRa redet von “unser” Geld? Ich dachte, es wäre das Geld der Student_innen?

  9. Clemens (Stura Mitglied) sagt:

    Ich habe zusammen mit Kai Bekos den Antrag gestellt, dass das Lektorat zwischen Annemarie und Markus aufgeteilt wird. Das ist zwar nur ein Mittelweg, aber ich denke zu mehr wird sich der Stura nicht durchringen können (wenn überhaupt).
    Ich würde wirklich alle Mitglieder der Akrützel Redaktion bitten, bei der Stura Sitzung anwesend zu sein, damit der Antrag Aussicht auf Erfolg hat. Diesen Druck von unten braucht es.
    Ansonsten zählt die Mitsprache von normalen Studierenden im Stura leider nicht so viel, siehe die Entscheidungen über die Durchführung Urabstimmungen zu Zivilklausel (von RCDS verhindert) oder zum VMT-Ticket (von einem Teil des Vorstands verhindern).

    1. dummy sagt:

      Lieber Clemens,

      dieser Kompromissvorschlag kam ja schon durch Steffi auf der letzten Sitzung. Leider wurde dann sofort gesagt, dass sowas nicht möglich sei, man könne schließlich nicht neu wählen und von Cindy gab es dann Aussagen wie:”Es ist mir egal welche Argumente ihr bringt, ich werde mich nicht anders entscheiden.” Überhaupt empfand ich das Verhalten von einigen Mitgliedern als nicht so gut. Bei den eigenen Ausführungen wurde darum gebeten zuzuhören, aber bei Gegenargumenten durch das Akrützeltean wurde sich stets abgewendet und anderweitig unterhalten. Dazu ebenso der Hinweis doch Zwischenrufe usw zu unterlassen, aber selbst, sogar nach Ermahnung durch den Vorstand wurde dies nicht unterlassen und labida zurückgewiesen. Sowas gibt kein gutes Bild, wenn von Nichtmitgliedern eine Einhaltung der Regeln gefordert wird, aber einige Mitglieder einfach darauf pfeiffen.

      Zu deinem Antrag: Dies wird leider nicht mehr möglich sein, da Markus nicht mehr zur Verfügung steht.

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