In einer Zeit, in der generischer Pop, mit oft limitiertem Wiedererkennungswert, die Charts weltweit dominiert, ist eine lyrisch und produktionstechnisch qualitative Platte schon fast eine Rarität. Churches von LP ist deshalb der Lichtblick am Pop-Himmel; über 53 Minuten demonstriert Laura Pergolizzi nicht nur feinste Songwriting Skills, sondern lädt auch noch ein auf eine fast schon Blockbuster-reife musikalische Reise ein.

Ihre Anfänge hatte LP eher als Singer/Songwriterin für Künstler wie Leona Lewis, Rihanna oder Christina Aguilera. Churches ist das mittlerweile sechste Studioalbum aus der eigenen Feder. Bekannt wurde LP neben ihren Songwriting-Tätigkeiten vor allem durch ihren Song Lost On You, welcher 2015 in ganz Europa Erfolg hatte.

Das Album fängt in When We Touch leise an und baut sich nach einem Build Up zu einem euphorischen Intro auf, der welches Lust auf mehr macht. Durch das ganze Album zieht sich die atmosphärische musikalische Aufmachung, die durch Western- und Disco-Elemente einen ganz eigenen Pop-Sound zaubert. LP kombiniert auf jedem Track experimentierfreudige experimentelle, persönliche Texte mit ihrer ausgezeichneten Vocal Range. Tracks wie The One That You Love oder How Long Can You Go, die schon fast Hymnencharakter vorweisen, werden ergänzt durch einfühlsame tiefgehende Songs wie Rainbow oder den Titel-Track Churches. Abschließend serviert LP als Closing Track ein Spoken Word einen gebührenden Abschluss, für ein Album, das im Gedächtnis bleibt.

Churches von LP – Die Campusradio Jena CD der Woche.

Autor

  • Mein erstes Konzert: One Direction Take Me Home Tour 2013

    Teil der Campusradio-Familie seit: September 2021

    Das beste am Campusradio Eulennest: Die anderen Eulen

    Wo siehst du dich in 5 Jahren: In einem Job, der mir Spaß macht und rundum glücklich

    Beste Serien-/Filmfigur: Stiles Stilinski

    Believe It or Not (was kannst du, was dir kaum jemand anders glauben würde): Den gesamten ersten Twilight Film mitsprechen

    Lieblingsbar/Lieblingsclub (unabhängig von Jena): Das schon schön in Mainz