Die Semesterferien neigen sich dem Ende zu, ihr habt alle Hausarbeiten abgegeben und jetzt fällt euch die Decke auf den Kopf? Dann wäre ein gutes Buch ja genau das richtige für euch. Welches wir euch da empfehlen können hört ihr jetzt von Eule Wanda.

Mein 14-jähriges Ich hat Freudensprünge gemacht, als es offiziell war: Es wird ein weiteres Prequel der „Tribute-von-Panem-Reihe“ geben. Und diesmal mit Haymitch als Hauptfigur, dem verbitterten, zynischen, sarkastischen und nicht zu vergessen alkoholabhängigen Mentor von Katniss, Heldin der ursprünglichen Reihe. 

Während es in der ursprünglichen „Die Tribute von Panem“-Reihe eigentlich um Katniss und ihr Überleben in der Arena geht, bekommen wir auch hier schon erste kleine Ausschnitte über Haymitch’s Hungerspiele präsentiert. Und jetzt endlich haben wir die ganze Geschichte von Suzanne Collins bekommen. 

“Sunrise on the Reaping“ mit Haymitch Abernathy als Protagonist erzählt die Geschichte des zweiten Jubel-Jubiläums der Hungerspiele. Die Besonderheit daran: doppelt so viele Tribute. Statt 24 also 48 Jugendliche, die ums Überleben kämpfen und dabei zu Freunden, Feinden und Verbündeten werden. 

Und all diese Tribute lernt man auf besonders emotionale Art und Weise zu lieben, natürlich vor allem die vier aus Distrikt 12. Denn Suzanne Collins hat es wieder einmal geschafft, mich voll und ganz in ihre Welt mitzunehmen. In das graue, verstaubte Distrikt 12, das pompöse Kapitol und die so friedlich wirkende, wunderschöne Arena. 

Für mich endlich mal wieder ein Buch, das mich nicht losgelassen hat und perfekt für die Sommertage am See war. Denn obwohl wir schon aus den Büchern davor wissen, dass Haymitch die Hungerspiele überleben wird, bleibt doch die große Frage offen: Wie? 

Und genau diese Spannung hält Collins bis zur letzten Seite aufrecht. 

Für mich persönlich war es weder die Liebesgeschichte von Haymitch und Lenor Dove, noch die tödliche Arena, was dazu geführt hat, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Es waren all die vielen kleinen Details und Geschichten über Figuren, die wir bereits aus der ursprünglichen Reihe kennen, die dazu geführt haben, dass 100 Seiten an einem Nachmittag gelesen wurden. 

Aber keine Sorge: Auch wenn ihr „Die Tribute von Panem“ nicht mit 13 bis halb 1 unter der Bettdecke verschlungen habt, könnt ihr „Sunrise on the Reaping“ problemlos lesen und dabei mitfiebern. Und für alle, die die Originaltrilogie schon gelesen haben, ist das Buch die perfekte Ergänzung und hat zumindest bei mir direkt den Wunsch ausgelöst, die ersten drei Bücher direkt noch einmal zu lesen. Diesmal aber mit mehr Hintergrundwissen über Haymitch, Präsident Snow und die Revolution. 

„Sunrise on the Reaping“ war mein vielleicht nicht ganz so typisches Sommerbuch und ich kann es wirklich jedem ans Herz legen, der dem eigenen Alltag mal wieder entfliehen möchte. Perfekt für die ersten kalten Herbsttage. Und wenn ihr schnell seid, schafft ihr es vielleicht auch noch, das Buch durchzulesen, bevor der dazugehörige Film in die Kinos kommt. Denn der hat am 19. November Premiere in Deutschland. 

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