Am kommenden Wochenende wird die Jenaer Sportwelt so richtig aufgemischt. Es dreht sich alles ums runde Leder – nicht aber aus dem Fußball oder Basketball. Der Rugby lockt in all seiner Faszination mit einem bunten Fest, erstklassiger Unterhaltung und sportlichem Ehrgeiz. Das Campusradio Jena hat mit den Organisatoren gesprochen und gibt euch alles mit auf den Weg, was es rund um das Jahreshighlight dieses Sports zu wissen gibt.

Dass Jena als Sportstadt divers ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Auch der etwa 1850 in England entstandene Vollkontakt-Ballsport Rugby hat hier eine seiner vielen Heimaten gefunden! Die Zeiten, als Jena sogar um Titel mitspielte und in der 2. Bundesliga vertreten war, sind zwar vorbei, doch noch immer stellt der USV ein breites Angebot aus Unikursen und Veranstaltungen. Mit den “East German Lions” gibt es eine weitere Organisation, die den Rugby-Sport in Ostdeutschland erlebbar machen will. Weil bald ein absolutes Turnier-Highlight ansteht, hat sich das Campusradio Jena noch einmal genau umgehört.

Doch noch einmal vorangestellt: Was ist Rugby überhaupt? Wie uns Nam von den East German Lions erzählt, hat Rugby eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie Fußball. Nachdem die Sportler zuerst in England nur um einen Lederball rangelten, entwickelte sich daraufhin die Idee, den Ball aufzunehmen und auch damit zu rennen. Über die Zeit formte sich dann die moderne Rugby-Form, die sich nicht nur in Europa, sondern auch viel in Neuseeland, Südafrika oder Südostasien etablierte.

Nam und Sebastain vom Jenaer Rugby
Nam und Sebastain wollen den Jenaer Rugby-Sport fördern

Über die Jahre wurde der Sport dynamischer und stetig populärer – trotz eines durchaus komplexen Regelwerks. Die 7er-Form mit sieben Spieler*innen pro Team ist seit 2016 die olympische Rugby-Variante. Die grundlegenden Regeln sind dabei unverändert geblieben, wie Sebastian vom USV erklärt: Gepasst werden darf nur nach hinten, nach vorne darf man entweder rennen oder kicken, um nach dem Ball zu kämpfen. Der Angriff muss in einer Zone enden, wobei ein erfolgreicher Try fünf Punkte bringt. Ein vollendeter Kick durch die Stangen bringt als Conversion zwei weitere Punkte.

Beast from the East-Turnier bietet mehr als sportliches Spektakel

Besonders ist bei diesem körperbetonten Sport, dass die Athlet*innen trotz fehlender Polsterung oder Ausrüstung durch das Regelwerk gut geschützt werden. Zusammenstöße und Rangeleien werden selten grob oder unfair. Generell fasziniert Rugby auch durch den großen Respekt, den sich die Teams erweisen. Und gerade auch die Schiedsrichter*innen genießen die absolute Souveränität und sind wesentlich für die Leitung und den Spielfluss verantwortlich. Umgang auf Augenhöhe ist in diesem Sport nicht nur gern gesehen, sondern fest in der Philosophie verankert.

Live zu erleben gibt es den Sport mit all seinen Facetten am Wochenende, den 11. und 12. Juli. Das “Beast from the East 7s Turnier” auf dem Unisport-Gelände lädt alle ein, die den Sport entweder schon lange verfolgen oder sich vielleicht auch ganz neue Eindrücke verschaffen wollen. Rugby selbst wird von neun Männer- und zwölf Frauenteams gespielt, die zum Teil die deutsche Meisterschaft ausspielen und mit absoluten Top-Spieler*innen besetzt sind. Drumherum gibt es natürlich beste Verpflegung, Mitmach-Stationen für die junge Generation und jede Menge weiteres Spektakel. Das Campusradio Jena wird bei dieser besonderen Sportart vorbeischauen. Mit vollem Körpereinsatz und geweckter Begeisterung!

Weitere Infos und Neuigkeiten gibt es beim USV Jena Rugby und den East German Lions!