Theaterrezension: Post von Karlheinz

Hasnain Kazim hat sein neues Buch im Theaterhaus vorgestellt und das Publikum zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht. Jan hat in der Sendung von seinen Eindrücken von der Lesung erzählt…

Hasnain Kazim ist Journalist für den Spiegel, geboren und aufgewachsen in der Nähe von Hamburg. Er selbst sagt, dass er auch gern mal mit seinen Texten provoziere. Seitdem das Versenden von EMails unglaublich einfach wurde, erhält er tausende Hassmails pro Jahr. Er hat über einen Zeitraum von zwei Jahren Dialoge mit einigen der Absender aufgebaut (per Mail versteht sich) und dabei mal ernst, mal mit sehr viel Humor auf den Hass und die Beleidigungen reagiert. Diese Dialoge hat er dann zusammen mit anderen persönlichen Geschichten zu einem Buch zusammengefasst.

Die Lesung war wirklich großartig. Kazim hat es geschafft, unterschiedlichste Facetten des Rassismus zu beleuchten. Entweder war das Publikum fassungslos wegen der bewegenden und schrecklichen Geschichten die er erzählt hat, oder verfiel in lautes Gelächter. Zum Beispiel als er beschrieb, wie er einem Ostdeutschen AfD-Anhänger erzählt habe, dass er länger als er Teil der BRD sei und damals auch nicht gemeckert habe, als die Ostdeutschen ihm beim Aldi alle Bananen weggefressen haben. Dabei hat er aber auch immer wieder reflektiert, welche Methode im Umgang mit solchen Nachrichten wohl am besten sei. Für ihn und für die Leute, die Hassmails schreiben. Dabei hat er ein klares Fazit gezogen: Schweigen dürfe man auf keinen Fall.

Bildquelle: randomhouse.de

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