Die CD der Woche: Pearl and the Oysters – Canned Music

So sind wir beim Campusradio Jena: Wir zeigen euch immer wieder etwas neues. Unsere neuste CD der Woche sollte man auf dem Radarschirm haben. Das Duo hat mit Canned Music schon ihr zweites Album herausgebracht. Ihr kennt Pearl and the Oysters trotzdem noch nicht? Keine Sorge, dass lässt sich ganz einfach ändern …

Das Duo hinter dem Namen Pearl and the Oysters sind Joachim Polack und Juliette Pearl Davis. Die beiden Pariser kennen sich schon seit ihrer Jungen, damals hat ihre Faszination mit der Musik sie zusammen gebracht. In ihrer Studentenzeit begannen sie miteinander Musik zu machen. Für ihre Musik reisten sie vor zwei Jahren aus ihrer Heimat Frankreich nach Florida. Jetzt leben und musizieren sie in Gainesville. Der Unterschied vom städtischen Paris zur tropischen Vegetation Floridas und der Flug über den Atlantik war für die beiden wie ihre persönliche Reise zu einem neuen Planeten.

Das neue Album Canned Music hört sich an, wie eine Zeitkapsel, die aus dem All durch unsere Atmosphäre geschossen kam und uns ein vergessenes Album aus der Glanzzeit des Sci-Fi mitgebracht hat. Pearl and the Oysters nennen ihre Musik Laser-Gun Pop. Mit ihren geliebten Bleeps und Bloops und Juliettes sanft verträumten Stimme wird man beim Hören sanft abgeholt und weich in den Sitz der Rakete gepackt. Um dann von kraftvollen Gitarrenriffes, verspielten Trompeten Solos und verzerrtem Synth ins All geschossen zu werden.

Auf ihrem zweite Album werden Joachim und Juliette von ihren Freunde aus Frankreich und Amerika unterstützt. Darunter sind unter anderem Cory Wong von der Funk Band Vulfpeck und Gitarrist Alex Brettin von der psychedelischen Pop-Gruppe Mild High Club.

Pearl And The Oysters sind ganz schön weird. Und das ist gut so. In einer Zeit in der Bad Religion einen Song mit dem Titel The Kids Are Alt-Right veröffentlicht und Frank Turner in seinem Song 1933 das heutige Geschehen mit dem Brodeln vor dem 2. Weltkrieg vergleicht, sticht die fröhliche und unbekümmerte Musik von Pearl and the Oysters aus der Masse. Mit ihrer Musik wollen sie Liebe und Positivität verstreuen und aus der Paralyse befreien, in welche wir uns flüchten, um der Flut an erschütternden Nachrichten stand zu halten. Ihre Musik fühlt sich anders an, als das, was wir sonst so an unsere Ohren lassen. Trotzdem fühlen sich ihre Bleeps und Blups vertraut an und laden dazu ein, an einem verträumten Nachmittag zu den Sterenen zu Reisen.

Bild: Promo-Material

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