“Man wollte Kultur ausmerzen” – Dietmar Ebert über die NS-Bücherverbrennung in Jena

Vor 80 Jahren brannten in Deutschland die Bücher – auch Jena beteiligte sich an den Umtrieben der Nazi-Herrschaft. Bürger sahen zu, wie Mitglieder der Hitler Jugend und der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation den Scheiterhaufen auf dem Markt errichteten. Der Jenaer Kulturwissenschaftler Dr. Dietmar Ebert hat sich mit diesem dunklen Kapitel der Saalestadt auseinandergesetzt – und erklärt im Campusradio, wie die Nazis aus der Bücherverbrennung in Jena ein Sommerfest machten.

“Danach ging man zu Bier und Bratwurst über” – Dietmar Ebert über die Bücherverbrennung in Jena

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Jüdisch, fortschrittlich, undeutsch – Verfemte Autoren im Nationalsozialismus

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Heute möchte der Arbeitskreis Judentum der Evangelischen Kirche an das Ereignis erinnern: “Dort, wo man Bücher verbrennt” heißt die Lesung aus Texten damals verfemter jüdischer Schriftsteller. Am Dienstagabend, 14. Mai, findet sie um 19.30 Uhr im Foyer der Ernst-Abbe-Bücherei statt.

Foto: Bücherverbrennung auf dem Opernplatz in Berlin, Quelle: wikipedia.de

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