Das Sport-Wochenende in Jena hatte durch seine Spitzenteams einiges zu bieten. Science City Jena kam nach zwei Heimsiegen am Stück allerdings ziemlich unter die Räder, während die Regionalliga-Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena die Pflichtaufgabe erfüllte. Und auch für die Studierenden in Jena geht es jetzt endlich wieder so richtig sportlich los.

Es war eine Fabel-Woche, die die Basketballer von Science City Jena hinlegten. Zum Start in den Oktober empfingen die Saalestädter die Konkurrenten von RASTA Vechta und den NINERS Chemnitz. Gerade das Ost-Derby wurde mit großer Spannung erwartet. Und weil nach einem wackligen Saisonstart immer mehr Zahnräder ineinandergriffen, erarbeitete sich Jena mit zwei kämpferischen Leistungen die ersten Saisonsiege und eine damit bisher makellose Bilanz vor heimischem Publikum.

Dass die Aufgabe in der Fremde am Wochenende nicht einfacher werden würde, zeichnete sich bereits mit dem Ausfall von Forward Ira Lee ab. Der US-Amerikaner laborierte an einer Handverletzung und verpasste damit das Gastspiel bei den Telekom Baskets Bonn. Weil auch Robin Christen weiterhin nicht zur Verfügung steht, stand Science City ersatzgeschwächt, aber dennoch motiviert am Freitagabend auf dem Parkett. Doch von beflügelndem Selbstvertrauen war in dieser Partie nicht viel zu merken.

Science City Jena kratzt am Negativrekord

Trainer Steven Esterkamp musste zusehen, wie sein Team von Beginn an hinterherlief. In der Offensive fehlte die Struktur, in der Defensive der Zugriff. Und weil Bonn einen absoluten Sahnetag erwischte und gerade von der Dreierlinie heißlief, war der Rückstand mit 11:28 bereits nach dem ersten Viertel deutlich. Jena konnte sich rund um die auffälligen Neuzugänge Sacar Anim und Christian Skladanowski zunächst noch glimpflich in die Pause retten. Doch gerade der zweite Durchgang zeigte auf, dass sich nur ein Team an diesem Abend erstligatauglich zeigte. Eine Dreierquote von 60 Prozent der Gastgeber sprach Bände. Die Thüringer verpassten dagegen einige freie Würfe und leisteten sich zu viele Ballverluste.

Nur in wenigen Phasen des Spiels war erkennbar, dass Jena eigentlich einen guten, dynamischen und effizienten Basketball spielen kann. Die Anzeigetafel bilanzierte den Abend dann recht deutlich: Mit 115:68 gewann Bonn absolut ungefährdet. Für Science City war es dafür die höchste Auswärtsniederlage in der ersten Liga und die zweithöchste Pleite nach einem 55:112 gegen ALBA Berlin im Jahr 2018 jemals. Dennoch sollte das Ergebnis nicht überbewertet werden. Die neu formierte Mannschaft steht mit einer Bilanz von zwei Siegen und drei Niederlagen weiterhin im Mittelfeld der Tabelle und hofft im Heimspiel am 30. Oktober gegen die SKYLINERS Frankfurt auf die nächsten Mutmacher!

Besser lief es dagegen für den FC Carl Zeiss Jena. Die Regionalliga-Mannschaft unter der Leitung von Marco Grote hatte komplizierte und selten souveräne Wochen hinter sich. In der Nordost-Staffel hat der FCC bereits lediglich die Verfolgerrolle im Kampf um die Aufstiegsplätze eingenommen. Da kam der Gegner mit der Zweitvertretung des 1. FC Magdeburg am Samstagnachmittag gelegen. Der Favorit begann das Spiel mutig und kam zu ersten Chancen.

Doch gerade defensiv zeigte sich Jena nicht immer stabil. Während Magdeburg eine gute Phase erwischte, nutzte Youngster Emilio Munser allerdings einen Abwehrfehler aus und markierte die Führung für seine Farben. Der 18-Jährige gilt als absolutes Edeljuwel und wurde erst kürzlich zur U19-Nationalmannschaft des DFB berufen. Seine tolle Form krönte er an diesem Wochenende dann auch mit dem nächsten Sieg. Obwohl der FCM noch einmal zurückkam, behielt der FC Carl Zeiss die drei Punkte durch einen späten Treffer von Timon Burmeister im Paradies. Weiter geht es auf der Jagd nach den nächsten Zählern am Samstag in Luckenwalde.

Buchungsstart für Unisport-Kurse wartet

Nicht nur Basketball und Fußball gibt es natürlich auch wieder beim breiten Sportprogramm der Universität Jena. Auch in diesem Wintersemester dürften die vielen Disziplinen und Angebote beliebt und gut besucht werden. Doch gerade in diesen Tagen müssen die interessierten Studierenden und Gäste aber schnell sein: Noch an diesem Donnerstag wird das Programm offiziell vorgestellt. Buchungsstart ist dann ab dem kommenden Montag, den 19. Oktober.

Gleich zu früher Morgenstunde dürfte der Ansturm auf die begehrtesten Kurse losgehen. Gerade viele Angebote wie Zumba oder Pole Dance bieten einen tollen Ausgleich zum Uni-Alltag, sind aber auch dementsprechend begehrt. Wer vielleicht etwas Neues ausprobieren will, sollte unbedingt beim Padel vorbeischauen. Das Campusradio hat bereits zu den Schlägern gegriffen und euch die Sportart vorgestellt. Alle Kurse beginnen dann in der zweiten Vorlesungswoche auch offiziell. Also: Rein in die Startblöcke und ganz viel Spaß im Unisport.

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