Beim HIGHFIELD 2026 war auch Dilla eine der Artist, die aufgetreten ist. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sie für ein Interview getroffen. Falls ihr also wissen wollt, warum sie sich Dilla nennt, solltet ihr unbedingt reinhören.

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CRJ: Schön, dass du da bist! Letztes Jahr war dein Signature-Look ja eher die rote Brille. Und dieses Jahr sieht man dich mehr mit Sonnenbrille. Was ist der Grund für den Look-Wechsel?

Dilla: Ich hab’ eine neue Sonnenbrille gekauft. Und die war so cool. Und dann hab’ ich sie angezogen. Und dann hatte ich sie irgendwie immer an. Ich find den Look cool. Ich ändere sehr schnell meinen Geschmack.

CRJ: In der letzten Zeit und auch in den letzten Jahren warst du auf sehr vielen Festivals unterwegs. Gibt es eine besondere Festival-Erinnerung, die dir in Erinnerung geblieben ist? Und wenn ja, welche und warum?

Dilla: Wenn ich ehrlich bin, verschwimmen alle Festivals so ein bisschen in einen riesengroßen verschwommenen Tag. Aber eins, wo ich mich für immer dran erinnern werde, ist das Appletree Garden vor zwei Jahren. Das war jetzt dieses Jahr auch richtig cool. Aber da haben wir in so einem Zirkuszelt gespielt. Und es sah schon mal ultra cool aus. Es ist eh so ein süßes Festival. Und ich erinnere mich, dass Einlassstopp war. Und danach habe ich so Videos gesehen, wie Leute um dieses Zelt rumstanden und mitgetanzt haben. Und es war irgendwie ein sehr geiles Gefühl. Aber es tat mir auch ein bisschen leid für die Leute, die nicht mehr reingekommen sind.

CRJ: Was machst du vor deinem Auftritt, um die Nervosität runterzufahren? Oder sagst du nach so vielen Auftritten, man ist eh nicht mehr nervös?

Dilla: Dieses Jahr haben wir gar nicht so ein Ritual. Das hatten wir immer die ganzen Jahre. Dieses Jahr ist irgendwie das Motto eher so “Augen zu und durch”. Aber ich trinke immer ganz gerne mit meiner Band vorher ein Gläschen Champus oder so. Oder ein Bierchen. Und das lockert auf jeden Fall schon mal auf.

CRJ: Bekannt geworden bist du vor allem durch die Songs mit emy x, sie ist ja auch eine Freundin von dir, hast du Bock nochmal auf eine Zusammenarbeit mit ihr?

Dilla: Ja, auf jeden Fall. Wir haben uns erst letzte Woche wieder verabredet und gesagt, jetzt am Montag, also morgen, haben wir eine Session zusammen und schauen einfach mal wieder, was passiert. Einfach for fun. Da muss auch noch nichts rauskommen. Einfach, um wieder dieses alte Gefühl ein bisschen aufsprudeln zu lassen. Also ja, auf jeden Fall, emy X forever.

CRJ: Du hast richtig viele Songs, richtig viele Songs, die gut ankommen. Aber gibt es einen Song, der deiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt?

Dilla: Ja, ich könnte echt eine lange Liste nennen, glaube ich. Ich finde, Mein schönstes Kleid ist eigentlich mein Lieblingssong oder Mensch. Das sind glaube ich so die zwei, wo ich sage, ey, da habe ich mein ganzes Juice reingesteckt. Und ich glaube, viele Leute haben wahrscheinlich auch gar nicht so richtig mitbekommen, dass die gedroppt sind. Da würde ich gerne mal hören, dass das alle mitsingen. Weil ich glaube, das wäre unglaublich.

CRJ: Dein Künstlername, Dilla, leitet sich ja zumindest nicht offensichtlichvon deinem bürgerlichen Namen ab. Gibt es eine Geschichte hinter deinem Namen?

Dilla: Ja, ich hatte mal so einen Burner-Account auf Instagram, der hieß Armadillo, wie das Gürteltier. Das war aber irgendwie so mein Main-Account, als ich nach Berlin gezogen bin. Und alle neuen Leute, die ich kennengelernt habe, vor allem einer, JJu, Shoutout, hat dann irgendwann immer so Arama-Dilla oder Arama-Dillo. Und dann irgendwann wurde Arama-Dilla irgendwann irgendwas gesagt mit Dillas Beat oder so. Und ich war so, Dilla ist übergeil. Dann war ich so, okay, ich war eher auf der Suche, ich wollte nicht meinen bürgerlichen Namen nehmen. Und dann habe ich es genommen und dann ist mir im Nachhinein erst natürlich aufgefallen, dass ich mich nach dem größten Hip-Hop-Produzenten der Welt benannt habe. J Dilla, ohne das J. Aber am Ende glaube ich, der Unterschied ist groß genug, dass man es nicht verwechselt.

CRJ: 2023 hast du bei einem Interview mit Radio Q gesagt: “Wenn ich irgendwann mal Fame bin, will ich trotzdem nur kleine Venues spielen.” Stehst du immer noch hinter dieser Aussage?

Dilla: Ja, ich glaube, was eine kleine Venue ist, hat sich vielleicht verändert. Ich glaube, mein allererstes eigenes Konzert war in Humboldthain in Berlin und das waren 250 Leute. Und ich finde, diese Zahl ist schon sehr geil. Es fühlt sich an, als würde man mit allen connecten. Und bei so Arenen oder so, wo ich jetzt nochmal Support spielen durfte, das ist schon manchmal so recht unintim und es ist dann eher wie so eine Show. Mittlerweile mag ich beides. Ich glaube, so dieses Performen ist jetzt vielleicht auch ein bisschen einfacher geworden für mich. Aber ich ziehe so kleinere, ich würde jetzt kleiner mal so sagen so Achthundert, das ziehe ich dem schon noch vor.

CRJ: Worauf freust du dich heute am meisten?

Dilla: Ich muss sagen, ich fühle mich übertrieben geehrt, weil wir spielen auf der Blue Stage als Letzte, am letzten Tag vom letzten HIGHFIELD. Und als ich diese Info gekriegt habe, dachte ich auch so, was ist schiefgelaufen? Wie haben wir diesen krassen Slot bekommen? Also natürlich, es wird ein Partyset. Ich freue mich ultra Closer zu sein, weil ich glaube, die Leute sind einfach super am Start, haben vielleicht schon den ein oder anderen Drink getrunken. Und dann ist eigentlich alles perfekt.

CRJ: Das wär’s auf jeden Fall mit unseren Fragen.

Dilla: Dankeschön!

Wir haben noch ein kleines Spiel mit Dilla gespielt, das findet ihr hier:

Bildrechte: Anna Lena Faerber

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