Sie gehören zu den Bands, die den deutschsprachigen Pop und Rock in den 2010er Jahren geprägt haben. Nach einer bewegten Bandgeschichte und einem Comeback vor vier Jahren, sind Jupiter Jones nun mit ihrem achten Album „Ich trag den Sarg, Du trägst was Buntes“ zurück!

Mit ihrem Hit „Still“ prägten Jupiter Jones die deutschsprachige Musiklandschaft der frühen 2010er Jahre und lieferten einen Ohrwurm, der eine ganze Generation berührte. Kein Wunder: Nur zwei Monate nach Veröffentlichung wurde das Lied zum meistgespieltesten deutschsprachigen Song im deutschen Radio gekürt. Trotz einiger Besetzungswechsel ist der Charakter ähnlich geblieben. Nun ist das Duo aus der Eifel mit ihrem neuen Album „Ich trag den Sarg, Du trägst was Buntes“ zurück. Das Album verbindet persönliche Geschichten und einem gewohnt eingängigen Sound und hat es deshalb in unsere Vorstellung als Album der Woche geschafft!

Jupiter Jones gibt es bereits seit 2002. Der Bandname ist angelehnt an den Detektiv „Jupiter Jones“ aus der bekannten Hörspielreihe „Die drei ???“. Gegründet wurde die Band von Nicholas Müller, Sascha Eigner, Michael Stadtfeld und Marco Hontheim. Ihren ersten großen Festivalauftritt hatten sie 2004 auf dem Southside Festival. Der große Durchbruch kam dann 2011 mit der Single “Still”. Dafür wurden sie mit dem Echo in der Kategorie Pop ausgezeichnet. Es folgten zahlreiche Live-Auftritte auf Tourneen und Festivals, darunter beim Hurricane, Southside und Highfield Festival. Die Teilnahme beim Bundesvision Song Contest 2011 verschaffte der Band den sechsten Platz. Doch der Erfolg hatte auch seine Schattenseiten: Wegen seiner zunehmenden Angststörung und Panikattacken zog sich der Sänger Nicholas Müller im Mai 2014 zurück. Fortan übernahm Sven Lauer, ein Bekannter der Band, den Gesang. Vier Jahre später folgte die Auflösung der Band. Obwohl Nicholas Müller und Sascha Eigner fünf Jahre lang keinen Kontakt hatten, fanden sie 2019 wieder zueinander – und legten damit den Grundstein für den Neustart des Duo.

Auch auf ihrem neuen Album „Ich trag den Sarg, Du trägst was Buntes“ ist der Umgang mit der Angst ein Thema. Aber nicht nur: Auch Liebe und gesellschaftspolitische Themen ziehen sich durch die 13 Songs durch. Schon der Opener „Champagnerempfang satt“ macht Lust auf mehr. Treibende Gitarren, ein eingängiger Refrain und jede Menge Energie vermitteln die Sehnsucht nach purer Lebensfreude, auch wenn man manchmal an sich zweifelt. Dass Jupiter Jones heute deutlicher politisch Stellung beziehen, zeigen sie im Song „Euren Töchter geht es gut“. Der Songtitel ist dabei eine Reaktion auf eine kontroverse Aussage des Bundeskanzlers Friedrich Merz im Oktober 2025. Gemeinsam mit ihren beiden Feature-Gästen Finna und Liser vermitteln sie ein klares Zeichen gegen strukturellen Sexismus und gesellschaftliche Missstände. Wer sich fragt, woher der Albumtitel kommt, erfährt dazu im Song „Wo diese Liebe hinfällt“ mehr. Der Song spielt bewusst mit dem Sprichwort „Wo die Liebe hinfällt“, ohne eine klassische Liebesgeschichte zu erzählen. Vielmehr sei es wichtig, dass Liebe nicht immer leicht sein muss, sondern auch mal Krater hinterlassen darf.

Jupiter Jones beweisen mit ihrem achten Album, dass sie sich musikalisch weiterentwickelt haben, ohne dabei ihren Charakter zu verlieren. Jupiter Jones – „Ich trag den Sarg, Du trägst was Buntes“ – unser Campusradio Jena Album der Woche!

Bild: CRAGENCY (Chantal Delgado Rodriguez & Robin Hodde GbR)