Am 28.05. sind die Como Mamas im Franz Mehlhose in Erfurt aufgetreten. Wie das Konzert war und ob die Magie des Gospels gewirkt hat, erzählt euch Jan.

“Das Gospeltrio The  Como Mamas aus der Kleinstadt Como im US-Bundesstaat Missisipi ist das neueste Mitglied der Daptone Familie, jenem US-amerikanischem  Kultlabel, das  mit seinen Veröffentlichungen gezielt den analogen Soul-Sound vergangener Jahrzehnte nachbildet und sich auf das Heben von zeitlosen Musik-Schätzen spezialisiert hat. Mit nur zwei Alben – “Get An Understanding” und als Gastsängerinnen auf “Como Now” – wurden The Como Mamas ins sprichwörtliche Rampenlicht katapultiert.

Gemeint sind Auftritte bei der Daptone Super Soul Revue im Apollo Theater in Harlem oder beim  größten Musikfestival der Welt, dem South by Southwest Festival. Dabei war wie so oft der Zufall eher noch Fügung im Spiel. Der Großvater der Como Mamas wurde 1959 vom US-amerikanischen Folklore-und Musikforscher Alan Lomax interviewt. Der Daptone Produzent Michael Reilly weilte vor vier Jahren im Auftrag der Alan Lomax Gesellschaft in Como.  Als er auf eine Originalaufnahme des Großvaters wartete, sangen die Como Mamas ihm spontan einen Song von Shirley Ceasar vor.  Er war sehr beeindruckt von den unterschiedlichen Stimmen der drei, die sich auf nahezu perfekte Art ergänzen.

Esther Mae Smiths’ Stimme ist kraftvoll und rau, die von Angela Taylor sehr beruhigend und Trost spendend.  Della Daniels Stimme ist tief beseelt und ausdrucksstark. The Como Mamas’ Interpretationen von alten Gospelsongs  sind mit einem tragenden Optimismus versehen. Ihr Sound packt einen sofort, auch weil er weniger melodramatisch ist als der der meisten Showgospel- Formationen. Die Sängerinnen sagen selber, dass ihnen die geistigen Texte sehr wichtig sind und bedauern, dass heutzutage bei Gospelkonzerten die Musik so laut ist, dass man die Sänger nicht versteht.”

Textquelle: https://www.alter-schlachthof.be/veranstaltung/the-como-mamas/

Bildquelle: https://www.leguesswho.nl/news/the-como-mamas-gospel-trinity-that-can-move-and-save-you-lift-you-up-pull-you-through

Autor

  • Mein erstes Konzert: Linkin Park in Berlin 2008

    Teil der Campusradio-Familie seit: Oktober/November 2017

    Das beste am Campusradio Eulennest: Man trifft immer auf Menschen, mit denen man gute Gespräche führen kann

    Wo siehst du dich in 5 Jahren: Mal sehen

    Beste Serien-/Filmfigur: Walter White

    Believe It or Not (Was kannst du, was dir andere nie glauben würden): Tiere am Geruch erkennen

    Lieblingsbar/Lieblingsclub (unabhängig von Jena): Überall wo es gute Leute und billigen Alkohol gibt

    Mein „Happy Place“: Mein Sofa

    Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal einen trinken gehen und warum?: Gore Vidal. Sehr intelligenter Typ der viel erlebt hat und wirkt als würde er viel vertragen.