Der Sportteil: FCC im Thüringenpokal, FFUSV weiter in der Krise

Am Wochenende geht es in Jena auch sportlich wieder rund und unsere Jenaer Sportmannschaften starten in den nächsten Spieltag. Felix hat’s für euch zusammengefasst.

Bild: Archiv

Jena begeht „badische Wochen“

Allianz Frauen-Bundesliga: FF USV Jena empfängt die TSG 1899 Hoffenheim

Dem Frauenfußball USV Jena stehen „badische Wochen“ ins Haus. Bevor es für die Paradies-Elf zu den Auswärtsspielen nach Sand und Freiburg geht, empfangen die Schützlinge von Katja Greulich am kommenden Sonntag die TSG 1899 Hoffenheim im Ernst-Abbe-Sportfeld. Den FF USV erwartet somit ein Duell gegen eine Mannschaft, die in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. Seit der Saison 2013/14 spielt die TSG in der Allianz Frauen-Bundesliga und hat sich seitdem in Deutschlands höchster Spielklasse etabliert. Mit 30 Punkten – der in der bisherigen Bundesligazugehörigkeit höchsten Punktausbeute – belegte man im abgelaufenen Spieljahr den siebenten Tabellenplatz, zwei Ränge vor dem FF USV Jena.

Aktuell trennen Jena und Hoffenheim drei Plätze, jedoch bereits acht Zähler. Der FF USV sollte dabei gewarnt sein, denn sechs der bisher neun Punkte holte die Ehrmann-Elf auf fremden Platz. Nicht nur konnte Aufsteiger 1.FC Köln mit 3:0 besiegt werden, als besonders achtbar darf der 2:1-Auswärtssieg gegen die SGS Essen gewertet werden. Dem gegenüber steht eine Negativserie der Fußballerinnen aus dem Jenaer Paradies. Mit nur einem Punkt aus sieben Spielen belegt der FF USV Jena erstmals seit September 2015 einen Abstiegsplatz. Gemeinsam gehe es nun darum, diese sportliche Talfahrt zu beenden, so FF-USV-Präsidentin Prof. Dr. Heike Kraußlach in einer Beratung zwischen Trainerteam und Vereinsführung. Es gehe nun darum, daran zu arbeiten, dass die nötigen Tore geschossen werden, die bislang nicht fallen wollten. In der Tat haben die Universitätsstädterinnen eigene
Treffer bitter nötig. Nur drei geschossenen stehen mittlerweile vierundzwanzig Gegentore gegenüber. Mit einem Sieg am Wochenende könnte man mit etwas Glück zumindest den Abstiegsplatz wieder verlassen.

Dass die Trendwende ausgerechnet gegen Hoffenheim gelingt, scheint schwierig, ist jedoch nicht unmöglich. Die bisherigen Duelle mit der TSG waren stets umkämpft. Achtmal trafen beide Kontrahenten bisher aufeinander, viermal trennten sie sich 1:1. Den bislang höchsten Sieg gegen das Team aus dem Kraichgau feierte der FF USV Jena am 23. Februar 2014 mit einem 4:1. Ungeschlagen blieben die Thüringerinnen bis zum vergangenen Spieljahr. In der Saison 2016/17 musste der FF USV dann sowohl im Hin- als auch im Rückspiel jeweils eine 0:1-Niederlage hinnehmen.

Am Sonntag, den 12. November stehen sich beide Mannschaften nun erneut gegenüber. Bereits um 11 Uhr tritt dann die TSG 1899 Hoffenheim als erster von drei badischen Gegnern in Folge im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld an.

Verletzungen von Immanuel McElroy und Martynas Mazeika verhindern Trainingsteilnahme

Während Science City Jena am zurückliegenden Samstagabend gegen Bonn trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes von 18 Punkten zur Halbzeit die Partie noch drehen konnte, am Ende einen leidenschaftlich erkämpften 73:69-Sieg feiern durfte, trübten zwei Verletzungen die Freude über den Überraschungserfolg. Mit Immanuel McElroy und Martynas Mazeika mussten zwei wichtige Leistungsträger das Parkett vorzeitig verlassen. Nachdem sich bei Immanuel McElroy mittlerweile der Verdacht auf einen Muskelfaserriss bestätigte, Jenas Co-Kapitän auf unbestimmte Zeit ausfallen wird, verhindert einen schwere Knieprellung bei Martynas Mazeika eine zeitnahe Rückkehr in den Trainingsbetrieb.

„Unsere hervorragende medizinische Abteilung tut alles in ihrer Macht stehende, um die beiden verletzten Spieler optimal zu versorgen. Dennoch werden wir abwarten müssen, ob Martynas im Verlauf dieser Trainingswoche zurückkehren kann. Sein Einsatz ist mehr als fraglich. Auch bei Immanuel McElroy hat sich leider die anfängliche Diagnose einer muskulären Verletzung bewahrheitet. Natürlich treffen uns diese beiden Ausfälle hart. Dennoch müssen wir die Situation jetzt so annehmen und unsere Mannschaft gewissenhaft auf das Thüringen-Derby am Sonntag vorbereiten. Wir haben großes Vertrauen in alle Spieler, die gefordert sind, um die Ausfälle zu kompensieren”, sagt Jenas Trainer Björn Harmsen.

 

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