Witz, Wut, Empowerment: Drei Worte, die das neue Album “GOOD GIRL” der Berliner Band REMOTE BONDAGE ganz gut beschreiben. In ihrer neuen Platte setzen sich die fünf musikalisch auseinander mit dem weiblichen Zyklus, dem Leben in einer WG und vielem mehr. Alle Infos gibt’s hier.

Einen Esslöffel Feminismus, eine Messerspitze Chaos, eine Prise Gesellschaftskritik und ganz viel Liebe. So oder so ähnlich könnte das Erfolgsrezept lauten, mit dem die Berliner Band REMOTE BONDAGE ihr Debütalbum “GOOD GIRL” an den Start bringt, in dem Opern- und Musical-Elemente ganz selbstverständlich mit Moshpit-Beats verschmelzen.

REMOTE BONDAGE, das sind drei Sängerinnen, eine Bassistin und ein Drummer. Kennengelernt haben sie sich bei einem Popkurs in Hamburg 2022. Inzwischen wohnen sie alle in Berlin. Ihre Musik bezeichnen sie selbst gerne als rough pop, der von diversen musikalischen Einflüssen ergänzt wird, bei denen von Musical und Klassik über Jazz bis Metal alles dabei ist. Ihre Lyrics drehen sich um Feminismus, Queerness, Antidiskriminierung und Diversität. Nach mehreren Festivalauftritten, Support-Shows und einer Tour im letzten November veröffentlichen sie nun ihr Debütalbum.

In “GOOD GIRL” verwandeln REMOTE BONDAGE pure Emotion und funkelnde Wut in elf Songs, die eine energiegeladene Mischung aus Pop und Indie-Rock ergeben, gespickt mit punkiger Attitüde. Der Titeltrack “GOOD GIRL (go to hell)” lehnt sich auf gegen anerzogene Normen und “schickt das good girl in die Hölle”. In “Ode an die Periode” widmet Remote Bondage der weiblichen Menstruation gleich einen ganzen Song, der musikalisch abgerundet wird von der Orgel-Interlude “Maria durch den Zyklus ging”. Mit dem Track “WG” fangen sie humorvoll und nachempfindbar die Tücken des Alltags in einer WG ein: “Es ist so schön, doch manchmal tut es weh”. Der Song “Madonna vs. Britney” entstand aus einem Blinddate mit der Band NIKRA und ruft dazu auf, gemeinsam an einem Strang zu ziehen statt zu konkurrieren, denn “wer hat gesagt, es kann nur eine geben?”. Ein hoffnungsvolles Ende findet das Album in “als wäre es egal”: Ein Track, der davon träumt, dass es egal ist, “wen ich alles mag […], was wir tun und wer wir sind”.

REMOTE BONDAGE hinterfragen in ihren Texten gesellschaftliche Strukturen, aber immer mit einem Augenzwinkern dabei. Mit “GOOD GIRL” schenken sie uns ein Album, das definitiv zum Tanzen, ein bisschen aber auch zum Nachdenken einlädt. Wir können gar nicht genug bekommen von dieser Mischung aus Witz, Wut und Empowerment und küren GOOD GIRL zu unserem Campusradio Jena Album der Woche.

Ein Interview der Band REMOTE BONDAGE mit dem Campusradio Jena findet ihr hier.