Über 300.000 Besucher:innen, Cosplay und lange Signierschlangen: Die Buchmesse zog für ein Wochenende wieder in Leipzig ein. Eule Marie war für euch vor Ort und hat ein paar Eindrücke gesammelt.
Vom 19. bis 22. März fand in diesem Jahr die Buchmesse auf dem Messegelände in Leipzig statt. Etwa 3.000 Veranstaltungen, darunter Lesungen, Talks und Diskussionen, erwarteten die Besucher:innen auf einer der größten Buchmessen Deutschlands. Parallel fand auch dieses Jahr wieder die Manga Comic Con auf der Messe statt. Anime-Fans wurde ein buntes Programm mit Workshops, Live-Shows und Filmvorführungen im Anime-Kino geboten.
Ein Blick auf die Messe
Die Leipziger Buchmesse ist die wichtigste Publikumsmesse im deutschsprachigen Raum und gilt als Gegenstück zur eher fachorientierten Frankfurter Buchmesse. Die Ursprünge reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, in dem Leipzig der wichtigste Buchhandelsplatz Deutschlands war. Heute gehört sie zu den bekanntesten Kulturveranstaltungen in Ostdeutschland.
Anders als in den Jahren zuvor gab es dieses Jahr kein klassisches Gastland. Stattdessen legte man den Fokus auf den Donauraum als literarisches Thema mit dem Motto: „Unter Strom und zwischen Welten“. Die Donau fließt durch zehn Länder und verbindet Europa von West bis Ost. So steht das Motto symbolisch für Kulturen, Sprachen und Identitäten. Auf der Messe selbst gab es eine Donaubühne mit Lesungen und Diskussionen über Themen wie Migration, Identität, Geschichte und politische Spannungen.
Mit unter anderem Julia Quinn und Sebastian Fitzek waren auch bekannte Bestsellerautor:innen vor Ort. Quinn wurde vor allem durch ihre Bridgerton Romane bekannt, die durch die gleichnamige Netflix-Serie große Erfolge feierte. Fitzek wiederum begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Autorenjubiläum, weshalb es auf der Messe sogar exklusiven Merch gab. Bei dessen Signierstunden bildeten sich sehr lange Schlangen.
Neben der Buchmesse selbst fand in Leipzig Europas größtes Lesefestival statt. Durch „Leipzig liest“ wurde die ganze Stadt zur Bühne für Literatur. Die mehr als 300 Veranstaltungen konnte man in Buchhandlungen, Cafés, im Theater, in Kirchen oder Hinterhöfen besuchen. Am Donnerstag fand zum Beispiel ein 18-Stunden Lesemarathon statt, indem der Roman „Unterleuten“ von Juli Zeh unter anderem von Handballer Lucas Krzikalla vom DHfK Leipzig oder auch dem Moderator Johannes B. Kerner vorgelesen wurde.
Großer Andrang und lange Wartezeiten
Der Besucherrekord ist für die Messe einer klarer Erfolg. Für viele Gäste bedeutete er aber vor allem eines: volle Hallen und lange Wartezeiten. Besonders bei Signierstunden, etwa bei Sebastian Fitzek, mussten Besucher:innen teils mehrere Stunden anstehen.

Doch eins ist klar: Die Leipziger Buchmesse war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Viele Besucher:innen konnten ein Autogramm ihrer Lieblingsautor:innen ergattern, entdeckten neue Bücher für sich und auch Anime-Fans sorgten mit aufwändigen Kostümen für besondere Eindrücke.