Die ersten Türchen des Adventskalenders werden geöffnet und so langsam zieht Weihnachtsstimmung ein. Passend zu diesem winterlichen Gefühl hat der österreichische Sänger Oehl gerade sein viertes Album „Dunkle Magie“ veröffentlicht – und ist damit unser Campusradio Jena Album der Woche!

Nachdem der österreichische Sänger Oehl mit Songs wie „Keramik“, „Wolken“ oder „Schönland“ die Herzen der Indieszene erobert hat, ist er nun mit seinem vierten Album „Dunkle Magie“ zurück und hat es deshalb in unsere Vorstellung als Album der Woche geschafft!

Das Musikprojekt Oehl gibt es seit 2016. Angefangen hat alles als austro-isländisches Duo, mit dem Sänger Ariel Oehl und dem Musiker Hjörtur Hjörleifsson. Seit 2022 ist Oehl ein Soloprojekt – Ariel Oehl macht seitdem alleine weiter, bleibt sich selbst musikalisch aber treu. Die ersten größeren Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Mit frühen Songs wie „Keramik“ oder „Wolken“ machte Oehl schnell auf sich aufmerksam. Im Jahr 2019 entdeckte Herbert Grönemeyer die Band, nahm sie bei seinem Label Grönland Records unter Vertrag und anschließend als Vorband mit auf seine Stadiontour “Tumult”. Dadurch gelang es Oehl, mehr Fans mir ihrer Musik zu erreichen und zu begeistern. Inhaltlich spielen seine Texte schon immer eine große Rolle. Ariel Oehl lässt sich stark von Literatur inspirieren – besonders von Rainer Maria Rilke. Und das hört man auch: Seine Texte sind poetisch, sehr bildhaft und oft leise, aber trotzdem eindringlich.

Im Vergleich zu den vorherigen Alben ist das Album „Dunkle Magie“ etwas ruhiger angelegt. Dies hält das Album aber nicht davon ab, als Album sehr geschlossen zu wirken. „Dunkle Magie“ bewegt sich irgendwo zwischen Elektropop und Indie. Insgesamt gibt es 13 Tracks, die durch ihre Atmosphäre und durch spannende Feature-Gäste überzeugen. Ein Highlight ist der Song „Bad Cannstatt“, bei dem der deutsche Popsänger Tristan Brusch zu hören ist. Er erzählt von Nähe, die verloren geht, und von dem Gefühl, an einem Ort oder in einem Moment festzustecken. Der Song „Es schneit“ ist kein trauriger Song, sondern ein ruhigerer. Oehl beschreibt einen Zustand, in dem alles langsamer wird. Der Schnee steht dabei als Symbol für Abstand, aber auch für Klarheit und einen Moment zum Durchatmen.

Zum Abschluss zeigt sich Oehl im Song „Zärtlich werd ich dich verlassen“ besonders verletzlich, dennoch hoffnungsvoll. Ein sehr passender Schlusspunkt für ein Album, das von leisen Gefühlen und großen Bildern lebt. „Dunkle Magie“ ist Musik für ruhige Momente an den manchmal trubeligen Weihnachtstagen und lädt ein, die Gedanken einfach treiben zu lassen.

Oehl – „Dunkle Magie“ – unser Campusradio Jena Album der Woche!